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18.02.2019

E-Government für angehende Beamtinnen und Beamte

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung informierte sich im krz

E-Government ist mittlerweile fester Bestandteil im Lehrplan "Bachelor of Law". Im Dezember besuchten Studierende der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW Standort Bielefeld daher das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz).

Die Studierenden der Einstellungsbehörden Gemeinde Altenbeken, der Städte Bad Salzuflen, Brilon, Detmold, Lage, Lemgo und Höxter sowie der Kreise Lippe und Höxter hatten sich im Vorfeld mittels verschiedener Projektarbeiten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Im krz konnten Sie nun die praktische Umsetzung bei einem kommunalen IT-Dienstleister kennenlernen.

Einleitend stellte der stellvertretende Geschäftsführer Lars Hoppmann das krz und seine Leistungen für die kommunalen Verwaltungen vor. Direkt oder indirekt werden über 11,5 Mio. Einwohner in NRW mit Services des krz betreut. Die Studierenden erfuhren etwas über die Strukturen der kommunalen IT-Dienstleister in NRW sowie über den Rundum-Sorglos-Servicegedanken des krz, der als Full-Service-Provider die Unterstützung in allen Leistungsphasen von Analyse / Konzeption bis hin zu Betrieb und Betreuung in einer Sicheren BSI-zertifizierten Umgebung erbringt.

Anschließend erläuterte die stellvertretende Abteilungsleiterin Michaela Lehnert die rechtlichen Rahmenbedingungen für E-Government und ging besonders darauf ein, wie sich die einzelnen Rechtsvorschriften von elektronischem Zugang bis zu Online-Bezahlmöglichkeiten im besonderen Umfeld der kommunalen Verwaltung auswirken.

Schon lange vor den E-Government-Gesetzen begann das krz, an Lösungen zur digitalen Transformation zu arbeiten. Dabei stand immer eine ganzheitliche Betrachtungsweise im Zentrum, die nicht nur die Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Verwaltung digital erleichtern soll, sondern den kompletten Ablauf medienbruchfrei gestaltet und so auch die Prozesse in den Kommunen vereinfacht.

Nachfolgend wurden verschiedene Services des krz vorgestellt: Elternbeiträge Online ermöglicht als durchgängig digitaler Prozess den Eltern sämtliche Kommunikation zur Festsetzung der Beiträge für Kitas oder Offene Ganztagsschulen online über eine sichere Plattform durchzuführen. Daneben sind auch die Betreuungseinrichtungen und die Verwaltung in diese elektronische Abwicklung eingebunden. Die Studierenden erfuhren auch, dass hier bereits das Servicekonto.NRW als übergreifenden Authentisierungsdienst für Bürgerinnen und Bürger für alle Online-Verwaltungsdienste von Land und Kommunen genutzt werden kann.

Das Bürgerservice-Portal, in dem die Kommunen alle ihre E-Government-Angebote bündeln können, präsentierte Cindy Rosner. In verschiedenen Services ist hier die Online-Bezahlung integriert. Neben Kreditkarte und Giropay ist auch PayPal und Paydirekt als Zahlweg möglich. Abschließend stellten Dennis Bahl und Skrollan Braubach mit dem Anliegenmanagement und dem OpenData-Portal weitere übergreifende E-Government Lösungen des Lemgoer IT-Dienstleisters vor.

Auch mit den neuen Themen ‚Künstliche Intelligenz‘ und ‚Internet of Things‘ beschäftigt sich das krz. Skrollan Braubach berichtete von der Persönlichen Intelligenten Assistentin PIA, die mit einer Chatfunktion Antragstellung oder Sachbearbeitung mit verschiedensten Informationen unterstützen kann. Auch die Anbindung von Sprachassistenten wie Alexa ist möglich.

Gemeinsam mit Jonas Hammerschmidt berichtete sie von den Aktivitäten des krz für ‚LemgoDigital‘ einem gemeinsamen Smart-City-Projekt mit der Stadt Lemgo, den Stadtwerken und dem Fraunhofer Institut IOSB-INA. Hier werden in einem Reallabor Unterstützungsleistungen von Technischen Systemen für die Bereiche Parken, ÖPNV, Handel und Umwelt getestet, um zu zeigen, wie das Internet der Dinge (IoT) das Leben in der Stadt erleichtern oder attraktiver machen kann.

Die Studierenden waren beeindruckt von den vielfältigen Dienstleistungen aus Lemgo und zeigten sich sehr interessiert an den Hintergründen. „Es ist sehr wichtig für uns zu sehen, wie tief die Services des krz reichen und wie die IT die komplexen Zusammenhänge in einer Kommune abbildet“, bedankte sich Kursleiterin Désirée Solle zum Abschluss im Namen der Besucher. „Dass die Studentinnen und Studenten bereits vor ihrem Abschluss einen Einblick in die Arbeitsweise eines kommunalen IT-Dienstleisters erhielten, wird ihnen bei ihren Aufgaben in einer modernen Verwaltung sehr zugute kommen.“

Einblick in die Praxis: Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW Standort Bielefeld informierte sich im krz über die E-Government-Angebote aus Lemgo.