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18.01.2019

Zensus 2021 rückt näher

Vorbereitungen im krz abgeschlossen

Am 03.03.2017 wurde durch die Verabschiedung des Zensusvorbereitungsgesetzes 2021 (ZensVorbG 2021) in Deutschland die Durchführung der nächsten, nach EU-Recht vorgegebenen, Datenerhebung geregelt. Im Rahmen des verpflichtenden Zensus müssen die EU-Mitgliedsstaaten alle zehn Jahre Volks-, Gebäude, und Wohnungszählungen durchführen. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz) übernimmt für seine Kommunen die Meldung der Einwohnerdaten, die im Standardformat X-Meld ausgegeben werden.

Dafür wird im krz-Geschäftsbereich Bürgerservice ein registergestütztes Verfahren verwendet, das die Melderegister der Kommunen als Grundlage verwendet. Schließlich ist für den Zensus nicht nur eine flächendeckende Gebäude- und Wohnungszählung, sondern auch eine vollständige Erfassung der Sonderanschriften in der Form von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften erforderlich. Gleichzeitig wird mit den Registern eine Stichprobenerhebung zur Bildung und Erwerbstätigkeit durchgeführt.
Dieses Vorgehen, das bereits bei der vergangenen Volkszählung erprobt wurde, bringt nicht nur eine effiziente Kostenersparung ein, sondern entlastet auch die Bürger und Bürgerinnen, da auf eine Befragung aller Einwohnerinnen und Einwohner verzichtet werden kann.

Die jüngsten Daten für das Verbandsgebiet wurden am 13.01.2019 zentral aufgebaut. Dabei mussten die betroffenen Einwohnermeldeämter nicht selbst tätig werden. Stattdessen hat das krz die entsprechenden Daten erhoben und für eine Testkommune bereits am 14.01.2019 an IT.NRW übermittelt. Die formalen Prüfungen waren dabei erfolgreich, so dass der Datenlieferung am rechtlich vorgeschrieben Termin 26.01.2019 nichts im Wege steht. Dabei gewährt der BSI-zertifizierten Lemgoer IT-Dienstleister einen datenschutzgerechten Umgang mit den Registern.

Neben den Angaben zur Bevölkerung, die für das Verbandsgebiet vom krz erstellt wurden, werden auch der Gebäude- und Wohnungsbestand sowie die Wohnsituation der Haushalte ermittelt. Damit Unternehmen der Wohnungswirtschaft ihrer gesetzlichen Auskunftspflicht möglichst einfach nachkommen können, stellen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder Informationen zur elektronischen Datenübermittlung und zum zeitlichen Ablauf der Erhebung bereit. Die Daten der werden von den Wohnungsunternehmen bis zum zweiten Quartal 2019 auch an die statistischen Landesämter geliefert.

Mit dem Zensus sollen in Deutschland die amtliche Einwohnerzahl sowie weitere tief gegliederte Daten zur Bevölkerung, Erwerbstätigkeit und zum Gebäude- und Wohnungsbestand gewonnen werden. Politik, Verwaltung und Wirtschaft benötigen die Daten des Zensus als verlässliche Entscheidungs- und Planungsgrundlage. Aber auch für Wissenschaft, Markt- und Meinungsforschung und für die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. Die amtliche Zahl der Einwohner ist darüber hinaus maßgeblich für eine Reihe von Verwaltungs-verfahren (u.a. Kommunaler und Länderfinanzausgleich, Wahlkreiseinteilung, Besoldung von Bürgermeistern und Landräten usw.).