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03.12.2018

Erste Eindrücke der Azubis

4 Monate in der Dualen-Ausbildung

Der erste Ausbildungstag von Joosten Woldenga, Simon Wagner und Kim Cyrille Balk liegt mittlerweile vier Monate zurück. Die drei erlernen im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) den Beruf des Fachinformatikers Systemintegration oder Anwendungsentwicklung und verbinden dies mit einem Dualen Studium der Wirtschaftsinformatik.

Die Praxisphasen in Lemgo werden um den theoretischen Blockunterricht bei Siemens Professional Education und im ATIW in Paderborn ergänzt. Nach dreijähriger Ausbildung und erfolgreich abgelegter Prüfung erlangen die drei den Abschluss Bachelor of Arts. Daneben wird die Berufsausbildungen durch die Zusatzqualifikation zum Fachberater für integrierte Systeme ergänzt. In einem kurzen Interview beantwortet Kim Cyrille Balk, stellvertretend für die Azubis, ein paar Interviewfragen über die ersten Ausbildungstage im krz.

 

„Die ersten 100 Tage der Ausbildung sind geschafft. Wie gefällt es Dir im krz?“

Kim Cyrille Balk: Bis jetzt gefällt es mir sehr gut, da ich überwiegend nur positive Erfahrungen gesammelt habe. Das Arbeitsklima ist sehr gut und den Umgang zwischen den Azubis und den Ausbildern finde ich sehr lobenswert.

Vor allem finde ich die Herangehensweise an die Ausbildung im krz sehr gut, da viel Wert auf Selbstständigkeit und eine eigene Lösungsfindung gelegt wird. Dadurch hat man am Ende einen größeren Lerneffekt.

 

„Von der Schulbank ins Berufsleben: Wie kommst Du mit dieser Umstellung zurecht und hast Du Dich bereits an den neuen Alltagsablauf gewöhnt?“

Kim Cyrille Balk: Naja, der grobe Ablauf ist erstmal der Selbe. Morgens aufstehen, ankommen, arbeiten und lernen, bevor es nachmittags zurück nach Hause geht. Aber der große Unterschied liegt zwischen dem Lernen in der Schule und dem Lernen im krz.

In der Schule hat man seine fest vorgegebenen Fächer und den Lehrer der einem vorschreibt wie man seine Aufgaben zu lösen hat. Im krz wird uns nur eine Aufgabe gegeben und dann müssen wir selbst sehen wie wir zu einer Lösung kommen. Natürlich bekommen wir immer Hilfestellungen wenn wir Probleme haben, aber erstmal müssen wir eigenständig und kreativ arbeiten.

 

„Wie waren Deine Erwartungen an den Ausbildungseinstieg? Welche haben sich erfüllt? Was steht noch aus? Gab es Überraschungen?"

Kim Cyrille Balk: Ich habe das krz über eine Projektwoche in der Schule kennengelernt, dort haben wir den Umgang mit der Hypertext-Auszeichnungssprache HTML gelernt. Dort habe ich meine ersten Erfahrungen mit den krz-Mitarbeitern gemacht und meinen jetzigen Ausbilder Jens Wenderoth kennen gelernt. Als es dann Zeit wurde sich zu bewerben habe ich mich daran erinnert wie gut mir das Arbeitsklima im krz gefallen hat und da ich sowieso in die IT wollte habe ich mich prompt beworben.

Meine Erwartungen an die Mitarbeiter bzw. das Arbeitsklima haben sich hundertprozentig erfüllt. Allerdings haben mich die vielen Freiheiten überrascht, die wir bei Aufgaben und Problemen hatten. Gerade weil es in der Schule so gegenteilig war fühlte ich mich bei den wenigen Vorgaben erstmal ins kalte Wasser geworfen. Aber mittlerweile schätze ich dieses Vorgehen, da es einem viele Möglichkeiten gibt sich als Person weiter zu entwickeln.

 

„Wie sah Dein persönliches Highlight der vergangenen 100 Ausbildungstage aus?“

Kim Cyrille Balk: Wir mussten bisher alle Aufgaben die wir bearbeitet haben Dokumentieren. Ich bin jedoch kein großer Fan vom Texte schreiben, daher war es jedes Mal ein Highlight für mich wenn ich eine Dokumentation zur Zufriedenstellung unserer Ausbilder beendet hatte. Aber natürlich war nicht nur das beenden von Dokumentationen positiv. Auch die Gruppenaktivitäten mit unserem Ausbilder und den anderen Azubis, wie die Schnitzeljagd zum Beginn der Ausbildung, zähle ich zu den Highlights, da sie immer viel Spaß gemacht haben.

 

„Gab es bisher auch Punkte die Deiner Meinung nach zu kurz gekommen sind?“

Kim Cyrille Balk: Bisher haben wir die Themen Netzwerktechnik und Systemintegration bearbeitet und dank der umfassenden Einarbeitungszeit kam bisher noch nichts zu kurz.

 

„Ihr Jungs seit in diesem Jahr unter euch. Woran könnte es liegen, dass sich weniger Mädchen als Jungen für IT-Berufe bewerben?“

Kim Cyrille Balk: Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich würde einfach fehlendes Interesse vermuten, denn bei uns in der Schule z.B. gab es viele Möglichkeiten oft speziell für Mädchen Einblicke bzw. Eintritte in die IT zu bekommen, aber die meisten haben trotzdem eine andere Laufbahn gewählt.

 

„Trotz allem ist die IT attraktiv und Fachkräfte werden händeringend gesucht. Wie hat diese Situation Deine Ausbildungswahl beeinflusst?“

Kim Cyrille Balk: Hauptsächlich war auffällig wie groß die Auswahl war. Obwohl Lippe nicht gerade eine technische Hochburg ist gab es sehr viele Unternehmen die eine Menge Stellen in diesem Bereich offen hatten. Meine Wahl wurde dadurch jedoch nicht großartig beeinflusst, da es mir nicht so wichtig war wie bekannt oder groß das Unternehmen ist. Meine Prioritäten lagen eher im Aufbau der Ausbildung und auf einem freundlichen Arbeitsklima unter den Kollegen.

 

„Wie lautet Dein persönliches Fazit nach den ersten 100 Tagen im krz?“

Kim Cyrille Balk: Kurz und knapp lässt sich die Ausbildung im krz so zusammenfassen: Tolle Leute, gute Ausbildung und hoffentlich noch schöne Jahre beim Lemgoer IT-Dienstleister.

Interviewpartner: Kim Cyrille Balk hat in diesem Jahr seine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im krz begonnen.

Das Interview führte Lena Sprenger.