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02.11.2018

Kita-Navigator

Funktionierendes E-Government für die Betreuung der Kleinsten

Wer einen heißbegehrten Kindergarten oder Kita-Platz für seine Sprösslinge sucht, muss sich früh kümmern. Die Anmeldefrist für das Kindergartenjahr 2019, das im August beginnt, endet vielerorts im November 2018. Wenn es um die Betreuung der eigenen Kinder geht, gibt es viel zu bedenken. Die Eltern, die so eine Entscheidung fällen, möchten sich nicht noch mit vielen Kleinigkeiten herumschlagen, und brauchen einen Überblick über das Angebot sowie den Stand ihrer Anträge.

Doch wie sieht es zurzeit bei vielen Kommunen aus? Mehrfachanmeldungen bei den einzelnen Einrichtungen sind an der Tagesordnung. Eine geordnete Planung seitens des Jugendamtes ist hierdurch sehr erschwert. Die Abstimmung zwischen den einzelnen Trägern ist personenabhängig und sehr aufwendig. Und die Eltern müssen sich mit ganz unterschiedlichen Informationen auf zu vielen verschiedenen Plattformen auseinandersetzen.

Der Kita-Navigator löst diese Probleme über eine übergreifende Plattform. Das internetbasierte Informations-, Vormerk- und Anmeldesystem für Betreuungsplätze ist ein gutes Beispiel dafür, wie durchgängiges E-Government funktioniert. Der von der ITK Rheinland entwickelte Kita-Navigator sorgt dafür, dass Eltern, Kita-Träger, Einrichtungen, Jugendplaner und Beitragsstellen medienbruchfrei zusammenarbeiten können. Aktuell setzen neben den Städten Detmold, Lemgo und Lage aus dem krz-Verbandsgebiet noch 37 weiteren Kommunen mit insgesamt 1989 Kitas diese Lösung ein.

Was ist der Mehrwert für die Eltern?
Die Eltern finden in dem Kita-Navigator eine Plattform, in der sie alle wesentlichen Informationen zu den jeweiligen Betreuungseinrichtungen erhalten. Außerdem kann das Angebot über Filterfunktionen eingegrenzt werden, so dass man z.B. vorgeben kann, in welchem Stadtteil die Kita sein soll oder ob bestimmte Anforderungen erfüllt sein sollen.

Der Kita-Navigator bietet einen übersichtlichen Vergleich der Einrichtungen durch seine einheitliche Darstellung. In den Verbandskommunen setzt man dabei neben dem Internetauftritt auch weiterhin auf das persönliche Gespräch zwischen der Kita und den Familien. Eine persönliche Anmeldung ist weiterhin möglich. Ab Februar werden die Plätze vergeben, so dass die Eltern und die Einrichtungen ausreichend Zeit haben, alles um die Betreuung der Kleinsten zu planen.

Welche Vorteile erwachsen für Politik und Verwaltung?
Die jeweiligen Kommunen präsentieren ihr Betreuungsangebot in einem einheitlichen, vergleichbaren Auftritt, verbunden mit einem durchgängigen E-Government-Prozess bis zum Vertragsabschluss. Die im Vormerksystem hinterlegten Daten können über Schnittstellen in nachgelagerte Verwaltungsverfahren exportiert werden. Auswertungen erfolgen auf einem Datenbestand, der bei der Kommune liegt und auch z.B. stadtteilbezogene Auswertungen etwa für politische Gremien ermöglicht.

Das Jugendamt verfügt gleichzeitig über einen ständig aktuellen Stand der Vormerkungen. Durch das ist eine verlässliche Steuerung der Vergabe möglich und so werden Doppelvergaben unterbunden. Auch die Träger haben ein großes Interesse daran Mehrfachanmeldungen zu vermeiden, um eine gesicherte Planungsgrundlage für das neue Kindergartenjahr zu haben.

Die anfängliche Skepsis der Träger gegenüber dem Vormerksystem wurde schnell durch die Vorteile der Lösung überwunden. Aufgrund der einheitlichen Darstellung ist eine Chancengleichheit zwischen den Einrichtungen gegeben, davon unbenommen können die Kitas auf eigenen Seiten weitere Informationen für die Eltern oder interessierte Personen zur Verfügung stellen. Über das Vormerksystem können die Einrichtungen zudem problemlos Termine mit den Eltern vereinbaren und auch die Verträge sind im System hinterlegt.