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29.06.2018

Digitalisierungsstrategien funktionieren nur gemeinsam

E-Government AG entwirft die Zukunft

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) hat innerhalb von sechs Monaten mit seinen Verbandskommunen eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie mit mehr als 177 Handlungsempfehlungen für einzelne Kommunen, das krz und den Zweckverband erarbeitet.

Die Digitalisierung der Informationstechnik stellt die öffentlichen Verwaltungen vor neue und einschneidende Veränderungen. Einerseits stehen weiterentwickelte technische Möglichkeiten zur Verfügung, andererseits steigen die Erwartungen und Anforderungen auf Seiten der Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger an eine moderne, digitale Verwaltung.

Das krz ist als erfahrener Partner für E-Government, Digitalisierung und Transformation bestens für diese Aufgabe gerüstet, wie die erfolgreichen Bürgerserviceportale in nahezu allen Verbandskommunen und vergangene Erfolge in den Bereichen Open Data und Dokumenten-Management-System (DMS) beweisen.

Am 25. Juni stellte das Institut für Verwaltungsmanagement Mittelstandsforschung und Zukunftsplanung (IVM²) die Ergebnisse einer Untersuchung des Digitalisierungsgrades in acht Referenzkommunen vor, die in insgesamt 177 Handlungsempfehlungen resultierten. In ihrem Vortrag betonten die Institutsleiter mehrere grundlegende Punkte:

  • E-Government gibt es nicht zum „Nulltarif“, weder beim Personal noch bei den Finanzen. Von daher wird auch den 31 Verbandsmitgliedern, die nicht zu den Referenzkommunen zählten, Empfehlungen zur Personalausstattung und Finanzen mit auf den Weg gegeben.
  • Ebenso ist die Prozessoptimierung in allen Mitgliedskommunen ein wichtiges Thema und soll mit besonderem Engagement, ggf. im Rahmen eines strukturierten Projektes vom krz angegangen werden.
  • Durch die Aufgaben- und Verantwortungsteilung zwischen kreisangehörigen Städten und Gemeinden und „ihrem“ Kreis ergeben sich weitere E-Government-relevante Handlungsfelder im Sinne eines gemeinsam zu verabredenden „Digitalen Procedere der Zukunft“.
  • Der Abschlussbericht hebt die E-Government-Handlungsfelder deutlich hervor, die in den nächsten Jahren zur digitalen Umsetzung anstehen. So sind alle Mitgliedskommunen verpflichtet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um gemäß der Vorgabe des Onlinezugangsgesetzes (OZG) spätestens in 2022 ihre Verwaltungsverfahren elektronisch anzubieten.

„Das krz hat auf der Basis seiner erfolgreichen, richtungweisenden Arbeit und bundesweiten Verzahnung beste Voraussetzungen sowie auf Basis dieses Projektes die besondere Chance, die zukünftigen Aufgaben und Potenziale des Digitalen Zeitalters für seine Verbandsmitglieder (mit) zu gestalten“, zieht der Bericht Fazit. Der Verbund in einer starken Gemeinschaft ist ein wesentlicher Pluspunkt, der den krz-Mitgliedern deutliche Vorteile gegenüber anderen Kommunen verschafft, die eigenständig die digitalen Herausforderungen stemmen müssen.

Die acht Referenzkommunen, die stellvertretend für die übrigen Städte und Gemeinden untersucht wurden, haben dazu ihre Daten, Sachstände, Planungen wie auch vorhandene Stärken, Einschätzungen, Defizite etc. für alle Mitglieder der E-Government AG zur Verfügung gestellt. Zudem enthält der Bericht Arbeitshilfen, die es interessierten Verbandskommunen ermöglichen, die Bestandsaufnahmen aus den acht untersuchten Verwaltungen in der eigenen Organisation nachzuvollziehen.

So schafft das krz die Grundlage für eine gemeinsame E-Government-Strategie für seine Verbandsmitglieder. Die Maßnahmen sollen bis 2020 in allen Verbandskommunen umgesetzt werden.

Gehen die Digitalisierung gemeinsam an: die Steuerungsgruppe der E-Government AG, bestehend aus Vertretern der Referenzkommunen, des krz und des IVM².