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11.05.2018

Stadt Detmold und krz rücken näher zusammen

Projekt für eine gemeinsame Web-GIS-Portallösung

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und die Stadt Detmold betreiben seit Jahren unabhängig voneinander eigene Geodateninfrastrukturen. Jetzt haben beide Seiten zusammengefunden und werden in Kooperation auf Basis der vorhandenen Strukturen eine gemeinsame moderne und zukunftsorientierte neue Web-GIS-Portal-Lösung entwickeln.

Aufbauend auf Open Source Technologie sollen dabei die bisherigen Funktionalitäten beider Lösungen mit in das neue System übernommen und dieses gleichzeitig um neue Features erweitert werden. Neben der Darstellung von 2D-Geodaten wird über das neue System die Möglichkeit bestehen, auch 3D-Geodaten zu visualisieren. Im Fokus steht ferner der Aufbau einer für den Rechenzentrumsbetrieb optimierten Gesamtarchitektur.

Die Entscheidung für den Aufbau einer gemeinsamen Geodateninfrastruktur (GDI) fußt auf einer unabhängigen Studie, in deren Rahmen die Synergiepotentiale beider Häuser beleuchtet und evaluiert wurden.

Die Kulturstadt und der IT-Anbieter sehen eine Vielzahl von Vorteilen in der Zusammenführung der beiden Systeme:

Die Stadt Detmold behält ihr Portalkonzept, bestehende Komponenten können teilweise wiederverwendet werden. Gleichzeitig wird die zugrundeliegende Architektur professionalisiert und auf den neuesten Stand der Technik und Sicherheit gebracht.

Die Anforderungen kleiner und mittlerer öffentlicher Verwaltungen, sowie des krz als anbietender Dienstleister und Betreiber der Geodateninfrastruktur werden bei der Entwicklung berücksichtigt.

Die Umstellung auf die neue Technik kann nahtlos erfolgen, denn die bestehenden Anwendungen werden nach und nach umgestellt.

Durch die breitere Streuung von Kompetenzen und Interessen in beiden Teams wird nicht nur das Implementierungsrisiko reduziert, darüber hinaus werden durch die Kooperation auch die personellen Ressourcen gebündelt.

Ergänzend zu den bestehenden Funktionalitäten beider GDIs sollen die Dienstleistungen und Services perspektivisch weiter ausgebaut werden, um somit am Markt ein interessantes und konkurrenzfähiges System platzieren zu können. Das krz wird dieses als vollumfängliche Geodaten-Lösung für kleine und mittlere kommunale Verwaltungen im deutschsprachigen Raum als Dienstleistung „in der Cloud“ anbieten.

Neben der Bereitstellung von klassischen kommunalen Themen wird zudem angestrebt, durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule OWL aus Forschungsprojekten generierte Geodaten zu integrieren und damit neue Themenfelder zu belegen. Ziel ist der Aufbau eines Competence Centers für Geoinformationssysteme in Detmold oder Lemgo.

Begleitet wir das Projekt von der unabhängigen Firma metaspatial. Neben dem Einbringen innovativer Ideen und Lösungen in die neue Portalumgebung wird metaspatial das Projekt vor allem konzeptionell begleiten.

Die Kooperation ist besiegelt (v.l.) Der stellvertretende krz-Geschäftsführer Lars Hoppmann und Detmolds Bürgermeister Rainer Heller bei der Unterzeichnung des Vertrags.