Seiteninhalt
23.10.2023

Aus Schüler Online 2.0 wird schulbewerbung.de

Bewerbungen um einen Schulplatz zukünftig auch digital

Zukünftig werden digitale Schulbewerbungen auch zur Grundschule, den weiterführenden Schulen sowie den Bildungsangeboten der Sekundarstufe II möglich sein. Die bewährte Anwendung Schüler Online wurde dafür erweitert, überarbeitet und erhielt einen zeitgemäßen gender- und zielgruppenkonformen neuen Namen: schulbewerbung.de.

Die Digitalisierung im Bildungsbereich findet nicht nur in den Schulen statt. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Länder und Kommunen, Verwaltungsleistungen digital, barrierefrei und, wenn möglich, medienbruchfrei anzubieten.

Das gilt auch für die Anmeldung von Kindern und Jugendlichen an einer neuen Schule oder in einem Ausbildungsbetrieb. Auch in diesem Bereich erwarten Eltern, Schülerinnen und Schüler, Firmen sowie die Schulträger und Schulen digitale Angebote. Mit dem digitalen Bewerbungsverfahren zu den Grundschulen und allen weiterführenden Schulen steht den Schulträgern in Nordrhein-Westfalen zukünftig diese Verwaltungsleistung auch als digitale Option zur Verfügung.

Um das digitale Bewerbungsverfahren für alle Schulformen anbieten zu können, wurde die bestehende Plattform Schüler Online in Zusammenarbeit vom Ministerium für Schule und Bildung NRW, dem Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und dem KDN (Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister in NRW) sowie vielen kommunalen und schulischen Expertinnen und Experten aus NRW unter dem Projekttitel „Schüler Online 2.0“ zu schulbewerbung.de weiterentwickelt.

Mit schulbewerbung.de können die bislang notwendigen Anmeldeformulare, die durch die Schulträger ausgegeben werden, entfallen. Eine zentrale Erfassung der bestehenden Schulplätze erleichtert zudem die Koordination vor Ort.
Daten, die über schulbewerbung.de eingegeben werden, werden mit den Plausibilitäten in der Schulstatistik (insbesondere Schule, Schulgliederung, Schulabschluss) weiter genutzt werden können – Schnittstellen zur Schulverwaltungssoftware des Landes, SchILD-NRW, wurden mitprogrammiert. Mit dieser Umsetzung kann der Verwaltungsaufwand an den Schulen in NRW erheblich reduziert werden. Datenschutz und Informationssicherheit werden bei dieser Plattform und dem gesamten Verfahren sichergestellt. Barrierearmut ist attestiert.

Die Plattform schulbewerbung.de wird den Gemeinden, Städten und Kreisen zur Verfügung gestellt. Diese können selbst über die Nutzung entscheiden.
Die Anwendung wird in einem zweistufigen Verfahren freigeschaltet. Seit dem 1. September 2023 wird das System für Schulen und Schulträger produktiv eingesetzt, um die Bewerbungsverfahren vorzubereiten. In einem zweiten Schritt wird der Zugriff für Schülerinnen und Schüler sowie für Ausbildungsbetriebe zum 1. Dezember 2023 ermöglicht.

Das Angebot von schulbewerbung.de finden Sie unter den nachstehenden Links:
https://schulen.schulbewerbung.de – Zugang für Schulen
https://kommunen.schulbewerbung.de – Zugang für Gemeinden, Städte und Kreise

schulbewerbung.de bietet:
• weitgehend medienbruchfreie Bewerbungsverfahren (in der Primarstufe und Sekundarstufe I finden weiterhin Aufnahmegespräche statt),
• Upload von einzureichenden Unterlagen durch Bewerberinnen und Bewerber,
• digitale Übermittlung von Bescheiden und Dokumenten an Bewerberinnen und Bewerber,
• Anbindung an das BundID-Konto zur Authentifizierung der Bewerberinnen und Bewerber im Sinne des OZG 2.0,
• Anbindung an den Dienst „mein-unternehmskonto.de“ unter Berücksichtigung des OZG 2.0 zur Authentifizierung von Unternehmen für die Ausbildungsanzeige im Rahmen der Dualen Ausbildung

schulbewerbung.de ermöglicht:
• Bewerbung und Schulpflichtüberwachung in der Primarstufe und Sekundarstufe I,
• Verfahren zur vorzeitigen Einschulung und zur Rückstellung vom Schulbesuch bei der Einschulung,
• Umsetzung Zweit- und Drittwunsch-Verfahren bei denen sichergestellt ist, dass nur ein Schulplatz je Schülerin bzw. Schüler vergeben wird.
o In der Primarstufe können Bewerbungen um einen Schulplatz an bis zu 3 Grundschulen (Zweit- und Drittwunsch) abgegeben werden.
o In der Sekundarstufe I können Bewerbungen um einen Schulplatz an bis zu 3 Schulen abgegeben werden. Das System empfiehlt Bewerbungen an Schulen, die der Schulformempfehlung entsprechen. Eltern sind aber frei in der Wahl der Schulen und Schulformen.
o In der Sekundarstufe II können Bewerbungen um einen Schulplatz an bis zu 3 Schulen abgegeben werden. Bewerberinnen und Bewerber können bei den 3 Bewerbungen frei zwischen den Angeboten der Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien wählen. Auch eine mehrfache Bewerbung für gleichartige Angebote ist möglich.