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07.10.2022

Ein Jahr EfA-Umsetzung

krz nimmt an virtueller Diskussion teil

Seit 2021 stellt das Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW) eine Plattform für digitale Serviceleistungen für die nordrhein-westfälische Wirtschaft bereit. Mit den digitalen Einer-für-Alle-Services werden vormals aufwändige Verwaltungsabläufe verschlankt und wichtige Dienstleistungen können schnell erledigt werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE NRW) hat daher Ende September eine hybride Konferenz veranstaltet, um den Entwicklungsstand und das Potential der Plattform zu beleuchten.

Neben Vorträgen und Grußworten von prominenten Gästen wie der NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Mona Neubaur, BITKOM-Präsident Achim Berg oder Dr. Markus Richter, Staatssekretär im BMI sowie IT-Beauftragter der Bundesregierung gaben am Nachmittag Fachforen Gelegenheit zum vertieften Austausch über Themen der Verwaltungs- und Wirtschaftsdigitalisierung.

Auch das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) war auf der Veranstaltung vertreten – zumindest virtuell. Auf dem digitalen Messestand konnten sich Interessierte über die Digitalisierungsangebote DigiCheck, Schüler Online, Ula und ePayment des Lemgoer IT-Dienstleisters informieren.

  • Mit „Schüler Online 2.0“ entwickelt das krz – zusammen mit dem KDN und dem Schulministerium - sein digitales Schulanmeldeverfahren OZG-konform weiter.
  • Im Rahmen des DigiCheck entwickelt das krz-Team mit Kommunen individuelle Digitalisierungsstrategien und setzt diese anschließend bedarfsgerecht um.
  • Die Unterlagen-App des krz unterstützt die digitale Einreichung von Dokumenten, um das hohe Belegaufkommen und den damit verbundenen Scanaufwand in Behörden zu reduzieren.
  • Die Online-Bezahlplattform ePayBL ermöglicht etwa den Gewerbetreibenden des Wirtschafts-Service-Portals.NRW die sichere, elektronische Zahlung sämtlicher Vorgänge, die über das zentrale digitale Zugangstor für die Wirtschaft in NRW abgeschlossen werden.

Darüber hinaus beteiligte sich das krz an dem Fachforum zum Thema „Der Marktplatz für EfA-Leistungen – OZG-Leistungen bis in die Fläche“. Im Auftrag des IT-Planungsrates entwickelt die govdigital eG einen digitalen Marktplatz für EfA-Leistungen. Durch das Zusammenwirken der öffentlichen IT-Dienstleister und der FITKO ermöglicht es das Portal, OZG- bzw. EfA-Leistungen erstmals bundesweit über föderale Grenzen hinweg anzubieten und bis in die Kommunen durchzuleiten.

Unter der Moderation von Carsten Köppl (Geschäftsführer Next:Public GmbH) diskutierten Jens Fromm (Gesamtprojektleiter EfA-Marktplatz, govdigital eG), Michael Diepold (Leiter Digitalisierung, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern - AKDB), Michael Heinze (Unternehmensbereichsleiter Digitalisierung, ekom21) und Michaela Lehnert, Bereichsleiterin Digitalisierung und Innovation im krz unterschiedliche Aspekte dieses Angebots.
In dem Online-Forum, das mit 40 Zuschauer:innen durchgängig gut besucht war, wurden offen die Herausforderungen der OZG- und EfA-Umsetzung in Zeit und Fläche angesprochen. Nachdem Jens Fromm die Rollenverteilung zwischen govdigital, FITKO, und IT-Dienstleister erläutert hatte, stellte er vor, wie aktuell eine EfA-Leistung aus dem Schaufenster bezogen werden kann.

Im Anschluss stellten die drei Vertreter der IT-Dienstleister ihre Perspektiven zum Marktplatz und zur EfA-Umsetzung in ihrem Umfeld vor:

• Wie ist das Selbstverständnis als Unterstützer der Kommunen bei der OZG-Umsetzung?

• Wie ist der Status quo, wie weit ist die Umsetzung bisher gelungen?

• Was sind die größte Herausforderungen dabei?

• Was ist die Rolle und der Mehrwert eines Efa-Marktplatzes?

Michaela Lehnert: "Eine große Herausforderung der OZG-Umsetzung war bisher, herauszuarbeiten welche Lösungen relevant für unserer Kommunen sind, da die Angaben des IT-Planungsrats zu den Einzelleistungen dies nicht hergeben. Zur Übersicht haben wir den OZG-Kompass entwickelt. Dort können unsere Kommunen den Umsetzungsstand prüfen und dokumentieren, ebenso erhalten sie einen Überblick über anderweitige Lösungen wie auch die EFA-Angebote. Der Marktplatz erleichtert den administrativen Zugang via Inhouse-Vergabe erheblich. Perspektivisch wird auch der technische Rollout unterstützt. Wenn das OZG auch hinsichtlich der Zielerreichung zum Jahresende 2022 sehr kritisiert wird, so hat es doch eine große Dynamik im Sinne der Verwaltungsdigitalisierung bewirkt."

Abschließend diskutierten die Teilnehmenden darüber, was die öffentliche IT aus dem Projekt des EfA-Marktplatzes lernen und wie die Zusammenarbeit über bisherige Grenzen verschiedener Regionen, Dienstleister und Ebenen hinweg verbessert werden kann.

Michaela Lehnert