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15.08.2022

Das Open Source Code Repository ist gestartet

Das Open Source Code Repository ist gestartet

Open CoDE ist eine gemeinsame Open Source Plattform des Bundes und der Öffentlichen Verwaltung für den Austausch von Open Source Software, Dokumentationen, Infrastructure-as-Code (IaC) und ganzen Softwareprojekten. Durch die zentrale Ablage von offenen Quellcodes soll die Wiederverwendung und gemeinsame Arbeit an Softwarelösungen der öffentlichen Verwaltung zwischen Verwaltung, Industrie und Gesellschaft gefördert werden. Der Softwareentwicklungsbereich des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) ist nun Mitglied der Open Source Community von Open CoDE.

Ein wichtiges Vorhaben im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist die Digitalisierung der deutschen Verwaltung. Um digitale Souveränität zu erreichen, möchten die Koalitionäre dabei verstärkt Open Source nutzen. So sollen Kommunen die für das Onlinezugangsgesetz nach dem EfA-Prinzip (Einer für Alle) mit Bundesmitteln entwickelten Lösungen übernehmen können, um ihre Digitalisierung voranzutreiben. Die Idee dahinter – Public Money, Public Code – wird schon lange von Organisationen wie der FSFE (Free Software Foundation Europe) gefordert. Öffentliche IT-Projekte sollen hierbei grundsätzlich offene Standards implementieren und in der Regel als Open Source umgesetzt werden.

Open CoDE schafft hierfür die Basis und ist ein Projekt der Öffentlichen Verwaltung, initiiert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie den Ländern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Projekt ist Teil der Umsetzung der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie und wird in Kooperation mit der AG Cloud-Computing und Digitale Souveränität des IT-Planungsrates weiterentwickelt. Die Open Source Business Alliance (OSBA), die in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vitako, der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, die ursprüngliche Idee für diesen Ort für öffentlichen Code entwickelt hatte, berichtete vor kurzem, dass die ersten größeren Softwareprojekte auf der Plattform veröffentlicht wurden.

Das krz Lemgo ist seit Juli 2022 ebenfalls Mitglied dieser kreativen und souveränen Plattform und arbeitet bereits an der Umsetzung einiger Pläne, zu denen sich Christian Beermann, der stellvertretende Leiter des krz-Bereiches Digitalisierung und Innovation, selbst äußerte: „Es ist geplant, die aktuellen Projekte rund um das Thema Internet-of-Things (IoT) auf der Plattform zu veröffentlichen und sich an neuen Projekten des Bundes und der Länder zu beteiligen, die bereits standardisiert wurden. So kann auch ein regelmäßiger Austausch zwischen Entwickler-Teams realisiert werden, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zu beschleunigen und das Rad nicht neu erfinden zu müssen.“