Seiteninhalt
10.06.2022

Politischer Frühlingsempfang von Vitako

Vorstellung der "Vitako Impact Studie 2022 zum Nutzen kommunaler IT"

Am 16. Mai fand im Haus der Bundespressekonferenz der diesjährige politische Frühjahrsempfang von Vitako statt. An diesem Abend wurde die „Vitako Impact - Studie 2022 zum Nutzen kommunaler IT“ vorgestellt. Dr. Rolf Beyer lud als Vorsitzender gemeinsam mit dem Vitako Vorstand ein, mit Expertinnen und Experten aus dem politischen Umfeld darüber zu diskutieren, wie das Ergebnis der Studie, dass digitale Dienste der Vitako-Mitglieder zu Einsparungen von 5,1 Milliarden Euro pro Jahr führen, einzuordnen ist.
Die Veranstaltung fand bei den Besucherinnen und Besuchern regen Zuspruch. Gäste waren unter anderem Maximilian Funke-Kaiser (MdB/FDP), Harald Joos (Abteilungsleiter/IT-Beauftragter der Bundesfinanzverwaltung), Robin Mesarosch (MdB/SPD/Mitglied im Ausschuss für Digitales), Lena-Sophie Müller (Geschäftsführerin bei Initiative D21 e.V), Uwe Proll (Chefredakteur/Herausgeber/Behördenspiegel) und Christian Stuffrein (Referent Digitalisierung beim Deutschen Städtetag).
Elvan Korkmaz-Emre, ehemalige Bundestagsabgeordnete und Expertin für Digitalisierung und Verwaltung, zuletzt für die SPD im Ausschuss Digitale Agenda, führte als Moderatorin souverän durch den Abend. Kann man den Mehrwert von digitaler Verwaltung messen? Die Antwort war Ja! Digitale Verwaltung spart Geld. Für jeden Euro Wertschöpfung in den Vitako-Mitgliedsunternehmen spart die Gesellschaft zusätzlich 3,29 Euro ein. Elvan Korkmaz-Emre wollte daher von den Rednern wissen, wie sie diesen Wert einschätzen. Man war sich darüber einig, die Vitako-Studie zeigt, dass die Gesellschaft und konkret Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Verwaltungen einen sehr hohen Nutzen durch Verwaltungsdigitalisierung haben. Damit das Potenzial weiter ausgeschöpft werden kann, sei jedoch eine dauerhafte und solide Finanzierung der kommunalen IT dringend notwendig.
In seiner Begrüßung ging Dr. Rolf Beyer auf die gegenwärtige Gesamtsituation in Deutschland ein. Der russische Angriffskrieg setze auch Deutschland erheblich unter Druck. Umso wichtiger war es für ihn zu betonen, dass die Dienstleistungen der Vitako Mitglieder konkret dazu beitragen würden Steuergelder einzusparen, sowie Verwaltungsprozesse verlässlich und sicher abzuwickeln. Die kommunale IT steht vor komplexen Aufgaben, darunter Cybersicherheit und OZG-Umsetzung. Dr. Rolf Beyer appellierte an die Politik, jetzt sei der Zeitpunkt um in Krisenresilienz zu investieren. Gleichzeitig gab er Forderungen des Verbandes an die Politik bekannt und ging dabei auf Cybersicherheit, OZG, Open Source und die Deutsche Verwaltungscloud ein. Abschließend hob er eine der Hauptaussagen der Studie hervor: Digitalisierung der Verwaltung hilft, Demokratie zu verstärken. Durch digitale Angebote wird die Partizipation und Teilhabe an demokratischen Prozessen erleichtert.
Dr. Ralf Resch, Geschäftsführer von Vitako, richtete sich an die politisch Verantwortlichen im Deutschen Bundestag und sprach die Bereinigungssitzung zum Haushalt 21/22 an: Vitako hat, gemeinsam mit einigen anderen Verbänden, schon im Vorfeld zum Entwurf des Bundeshaushalts 2022 angemerkt, dass zentrale Projekte des Koalitionsvertrages an Ressourcenmangel scheitern. Daher müsse sich die Politik mit viel mehr Nachdruck dem Thema annehmen. Die wichtigen Ziele – digitale Souveränität und eine für alle Verwaltungen zugänglich Verwaltungscloud – sollten ausreichend mit Mitteln ausgestattet werden.
Eine weitere Perspektive trug Dr. Karl Lichtblau, Geschäftsführer von IW Consult (Institut der Deutschen Wirtschaft), als Hauptredner des Abends bei, während er den interessierten Gästen die „Vitako Impact Studie 2022 zum Nutzen kommunaler IT“ vorstellte. Die Studie ist unter der Leitung von Hanno Kempermann, einem weiteren Geschäftsführer von IW Consult, entstanden. Sein Fazit ist: Digitale Verwaltungsangebote steigern die Effizienz von Verwaltungsprozessen und führen zu Kostenersparnissen. Die digitalen Dienste der Vitako-Mitglieder führen zu Einsparungen von rund 5,1 Milliarden Euro pro Jahr. Investitionen in Verwaltungsdigitalisierung stellen damit einen enormen Hebel dar und helfen, Ressourcen – insbesondere Steuergelder – einzusparen.
Die Veranstaltungsreihe der politischen Empfänge wird von Vitako im Herbst weiterfortgeführt werden. Die Reihe ist für Vitako eine Plattform um, bislang mit großem Erfolg, politische Agenda-Prozesse auf kommunaler und regionaler Ebene zu verstetigen.

Über Vitako
VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.