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01.06.2022

Gemeinsam in die Zukunft

krz feiert 50-jähriges Bestehen

Bei hochsommerlichen Temperaturen konnte das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) am 18. Mai 2022 auf dem Campus im Lemgo sein 50-jähriges Jubiläum feiern. 140 Gäste aus ganz Deutschland waren der Einladung nach Ostwestfalen-Lippe gefolgt, um dieses Ereignis gemeinsam zu begehen.

Verbandsvorsteher Rüdiger Meier (Bürgermeister Gemeinde Kirchlengern), der Vorsitzende des Verwaltungsrates und der Verbandsversammlung Matthias Kalkreuter (Bürgermeister Stadt Lage) und Geschäftsleiter Lars Hoppmann ließen in ihren Vorträgen die Jahre der Gründung des Zweckverbandes Revue passieren, ohne dabei die Gegenwart und die Zukunft aus den Augen zu verlieren.

Vor 50 Jahren hat das krz seinen Betrieb aufgenommen und sich in dieser Zeit als kompetenter Partner seiner Verbandsmitglieder aus den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke, Lippe und Höxter erwiesen. In der Gründungszeit, die noch vor der Gebietsreform lag, gehörten dazu auch die Altkreise Detmold und Lemgo, die später zum heutigen Kreis Lippe zusammengeschlossen wurden.

Bereits damals bestanden große Herausforderungen: Es gab im Jahre 1972 zwar Ansätze in der Diskussion über technische Ausstattungen in Verwaltungen, aber es mangelte zunächst noch an entsprechenden Konzepten, Programmen und Personal. Im Zuge des demografischen Wandels ist der Personalmangel übrigens auch heute wieder ein großes Problem. Damals wie heute erwartet das krz eine Vielzahl von Aufgaben, die es gemeinsam mit den Trägern, Kunden und Partnern im Sinne einer interkommunalen Zusammenarbeit zu meistern gilt.

Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, CIO des Landes NRW im Ministerium für Wirtschaft und Digitales, der per Videokonferenz aus der Landeshauptstadt Düsseldorf sein Grußwort an die Gäste richtete, betonte unter anderem, dass die digitale Transformation der Verwaltung zu einer enormen Zunahme der Aufgaben für die IT-Dienstleister führen werde. Seine Aussage: Wir haben in Deutschland kein Verwaltungs-Digitalisierungs-Problem, sondern vielmehr ein Problem bei der Umsetzung der Digitalisierung der Verwaltungsleistungen. Dies läge insbesondere in den gewachsenen komplexen deutschen Verwaltungsstrukturen begründet. Die Strukturen behutsam zu ändern, ohne zugleich die demokratische Ordnung infrage zu stellen, müsse das Ziel aller Beteiligten sein.

Verwaltungsvorstand Dr. Ute Röder, verantwortlich für den Vorstandsbereich Geoinformation, Kataster und Immobilienbewertung sowie Umwelt, Energie und Mobilität beim Kreis Lippe berichtete aus Sicht der Anwenderin über ihre positiven Erfahrungen im Umgang mit dem ostwestfälisch-lippischen IT-Dienstleister. Darüber hinaus leitet sie den Fachdienst Planen und Bauen und den Eigenbetrieb Straßen.

Die Situation 1972: Großrechner füllten ganze Hallen, Programmiercode wurde in Lochkarten gestanzt. Der PC sollte erst ein Jahrzehnt später entwickelt werden. Mobile Rechnersysteme waren eine Vision für Zukunftsforscher. Hohe Investitionen in Hard- und Software, komplexe Aufgaben in der Anwendungsentwicklung, zunehmende Vernetzung und eine begrenzte Zahl an IT-Experten zwangen damals wie heute zum gemeinsamen Vorgehen. Markus Baier, Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo spannte den Bogen aus einer Zeit vor seiner eigenen Geburt, über die eigene Jugend hin zu den heutigen Herausforderungen.

Jeweils eingebettet in einen kurzen musikalischen Rückblick auf die fünf Dekaden konnten so auch die Besucherinnen und Besucher eintauchen in eine eigene kurzweilige Zeitreise, die einmal mehr zeigte, dass nichts beständiger ist als der Wandel. Sozusagen: Von der Lochkarte bis zur Künstlichen Intelligenz.

Welche Veränderungen können wir bereits heute für die Zukunft vorhersehen? Wie können wir heute schon das Morgen mitdenken? Fragen, die bei toller musikalischer Untermalung durch die Band von Roman Maiorino beim gemeinsamen Menü angeregt bis in den Abend diskutiert wurden.

In einem waren sich alle einig: Das krz steht auch in Zukunft seinen Verbandsmitgliedern und Kunden gegenüber dafür ein, künftige Veränderungen gemeinsam zu gestalten.