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29.04.2022

krz unterstützt Modellprojekt digital.interkommunal

App vereint aktuellen Fährenfahrplan und Umweltdaten

Das krz unterstützt das gemeinsame Modellprojekt digital.interkommunal der Alten Hansestadt Lemgo und der Gemeinde Kalletal mit einer selbstentwickelten App, welche die Fahrplaninfos der Weserfähre Varenholz mit Umweltdaten verbindet.

„digital.interkommunal“ ist eines von 32 Projekten, die 2020 für eine Förderung im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ ausgewählt wurden. Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) Kommunen dabei, die Digitalisierung im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und anhand von Projekten zu erproben.

digital.interkommunal gibt Bürger:innen die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen in die Weiterentwicklung ihrer Heimatregion einzubringen. Aktuell ist das Projekt Weserfähre Varenholz in der Umsetzung. Es ermöglicht Tourist:innen, sich über den laufenden Fährbetrieb zu informieren, so dass die Fähre besser ausgelastet wird.

Viele Radfahrer:innen und Wanderer:innen nutzen zur Weserüberquerung in Porta Westfalica die Brücke bei Eisbergen. Es gibt aber auch die romantischere Möglichkeit, sich in Varenholz per Fähre über den Fluss befördern zu lassen. Ob der Fährbetrieb gerade stattfindet, hängt nicht nur vom Dienstplan des Fährpersonals, sondern auch von Umweltfaktoren wie beispielsweise Wetterlage oder Wasserstand ab.

Das krz hat eine App entwickelt, die den aktuellen Betrieb der Fähre anzeigt und die bequem auch von unterwegs durch einfaches Scannen eines QR-Codes aufgerufen werden kann. Da es sich um eine Alternativroute handelt, ist es praktisch, sich diese Information schon im Vorfeld anzeigen zu lassen. Die QR-Codes sind an strategischen Positionen angebracht, um zu vermeiden, dass die Tourist:innen einen Weg zur Fähre einschlagen, der sich als Sackgasse erweist, wenn die Fähre nicht im Einsatz ist.

Darüber hinaus demonstriert das Projekt die Erfassung und Auswertung von Umweltdaten. Es ist somit Baustein eines ganzheitlichen Umweltmonitorings, bei dem verschiedene Systeme erprobt werden, um Daten über längere Zeiträume zu erfassen und Wechselwirkungen zu identifizieren. Die Kombination aus Sensorik und weiteren Datenquellen lassen auch die Erprobung einer Datenplattform zu, sodass dieses QuickWin-Projekt einen Meilenstein für zukünftige Projekte dieser Art darstellt.

Beim krz Forum am 19. Mai 2022 können sich interessierte Teilnehmende im Digitalisierungsforum darüber informieren, welche Mehrwerte hier u.a. für Bürger:innen und Unternehmen geschaffen werden.

Ein Ziel der Bundesförderung ist zudem, mit den einzelnen Projekten einen Mehrwert für alle Kommunen in Deutschland zu schaffen. Entwickelte Lösungen sollen skalierbar und replizierbar sein und durch einen begleitenden Wissenstransfer zu hoher Verwertbarkeit der Ergebnisse führen. Die geförderten Kommunen sind verpflichtet, am Erfahrungsaustausch über die geförderten Modellprojekte hinaus aktiv mitzuwirken und geförderte Software-Lösungen als Open-Source bzw. freie Software zur Verfügung zu stellen.