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16.02.2022

Vitako-Handreichung "Erfahrungen aus der Pandemie"

Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen aus Sicht der kommunalen IT-Dienstleister

Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V VITAKO hat einen Leitfaden über die Erfahrungen und Lektionen aus der Corona-Pandemie veröffentlich. 

Im März 2020 haben sich Bund und Länder auf Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung verständigt, die auch für kommunale Verwaltungen und öffentliche IT-Dienstleister ein rasches Umstellen auf mobiles Arbeiten erforderten. Die lange Dauer der Situation ließ keine Beschränkung auf einen kurzzeitigen Notfallmodus zu, sondern erforderte ein strukturelles Anpassen von Verwaltungsprozessen.

Der Vitako-Leitfaden analysiert die Herausforderungen, mit denen öffentliche IT-Dienstleister im Laufe der COVID-19 Pandemie konfrontiert waren, fasst erste Schlussfolgerungen zusammen und gibt Handlungsempfehlungen, die zur Vorbereitung auf künftige Krisen dienen können.

Die Herausforderungen für kommunale IT-Dienstleister bestanden dabei in der Umstellung der eigenen Organisation auf mobiles Arbeiten,  der schnellen Beschaffung einer Vielzahl von mobilen Geräten inklusive der Einrichtung der technischen Voraussetzungen für Kunden sowie die Umstellung der notwendigen Prozesse (z. B. Kommunikation, Terminvergabe, Unterschriften) zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen

Der rasche Übergang zum mobilen Arbeiten hat wertvolle Einsichten in die Anpassungsfähigkeit von öffentlichen IT-Dienstleistern und kommunalen Verwaltungen an Krisensituationen geliefert. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat auch gezeigt, dass mobiles Arbeiten unter Nutzung digitaler Tools und Kommunikationsplattformen nicht allein eine leistungsstarke Rückfallebene bilden, sondern auch dauerhaft ein effizientes Arbeiten ermöglicht. Damit ist zu erwarten, dass die Pandemie den Trend zur Digitalisierung beschleunigen und den Stellenwert von IT-Lösungen und Dienstleistungen innerhalb der öffentlichen Verwaltung erhöhen wird.

Darüber hinaus diskutiert das Papier auch Strategien für das neue Normal. Insbesondere beleuchtet es, wie öffentliche IT-Dienstleister mobiles Arbeiten umsetzen können und wie kommunale Verwaltungen in der Digitalisierung unterstützt werden können.

Ein Fazit der Handreichung lautet: "Der rasche Handlungsbedarf während der Pandemie hat gezeigt, dass ein Einführen digitaler Prozesse mit flexiblen Schritten und kontinuierlichen Anpassungen möglich ist. Diese agile Zusammenarbeit zwischen kommunaler Verwaltung und öffentlichen IT-Dienstleistern sollte beibehalten werden, um gemeinsam die Digitalisierung kommunaler Verwaltungen voranzutreiben."

Die Handreichung ist das Ergebnis der Arbeit der Projektgruppe Aufarbeitung der Erfahrungen der Pandemie. 

Zum Download

VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.