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24.01.2022

Onlinezugang zu Behördendienstleistungen

Weitere Kommunen und Kreise setzen das Serviceportal der regio iT ein

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) führt zurzeit das Serviceportal der regio iT bei seinen Verbandskommunen ein, um der Bürgerschaft und Unternehmen einen digitalen Zugang zu ihrer Kommune zu bieten. Nach den drei Pilotkommunen und 8 weiteren Kommunen sind nun 19 weitere interessierte Kommunen mit einem Kick-off in das Projekt gestartet, welches am 14.12.21 per Videokonferenz stattfand. Somit werden derzeit 30 Kommunen bzw. Kreise mit einem Serviceportal ausgestattet.

Das Portal bietet der Bürgerschaft und Unternehmen einen digitalen Zugang zu ihrer Kommune und ermöglicht dieser, die Verwaltungsvorgänge durchgängig elektronisch abzuwickeln. Auf dieser Plattform werden verschiedene Online-Services von Stadt, Gemeinde oder Kreis gebündelt und verarbeitet. “Die Daten müssen laufen, nicht die Bürger“, ist dabei die Devise.

Um sich am Portal anzumelden, können die Bürgerinnen und Bürger das Servicekonto.NRW nutzen. Über diesen personalisierten Account nehmen sie die Behördendienstleistungen in Anspruch und beantragen diese online. Die Authentifizierung erfolgt je nach Erfordernis der in Anspruch genommenen Dienstleistung schnell und unkompliziert über die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder mit Benutzername und Passwort. Ein Ausfüllassistent unterstützt beim Bearbeiten der Formulare. Bezahlt werden können die Behördendienstleistungen ebenfalls direkt online. Hierfür wird die bereits im Verbandsgebiet eingesetzte ePayment-Lösung ePayBL bereitgestellt, bei der man bequem mit Kreditkarte, PayPal, giropay oder paydirekt bezahlen kann.

Durch eine Anbindung an die Verwaltungssuchmaschine in NRW werden die im Portal zur Verfügung gestellten Dienstleistungen automatisch im Portalverbund des Landes NRW und des Bundes auffindbar.

In der Kick-off-Veranstaltung wurde den Kommunen nach der Begrüßung durch das krz die Projektinhalte durch die regio iT vorgestellt. Wichtig und interessant für die Teilnehmenden war der Projektstrukturplan mit den einzelnen Arbeitspaketen, die Aufgabenverteilung zwischen den drei Stakeholdern sowie insbesondere der aktuelle Stand bei den bereits in Umsetzung befindlichen Kommunen. Mit dem Kick-off in der 50. Kalenderwoche bis hin zu einem möglichen Go-live ab Mitte des Jahres 2022 steht den Kunden auch die zeitliche Planung zur Verfügung. In dem Termin konnten ebenfalls erste Fragen der Kommunen geklärt werden. Die ersten Arbeitspakete stehen den Kommunen ebenfalls zur Verfügung, die nun mit den gewünschten Informationen befüllt werden müssen.

Die Installation von 19 weiteren Kommunen erfordert eine feinere Steuerung im zeitlichen Ablauf. Daher sind drei Installationssprints mit je bis zu 8 Kommunen geplant. Beginnend mit dem ersten Sprint in den Kalenderwoche 7 und 8 bis zum dritten Sprint im Mai 2022 werden alle Kommunen bis Mitte des Jahres mit einem Portal ausgestattet sein und somit eine wichtige Hürde im Sinne des Onlinezugangsgesetzes überwunden haben.

Die bisherigen Erfahrungen im Projekt fließen in die weitere Umsetzung der Kommunen und Kreise ein. Dies betrifft auch die Zeitplanung. Der Aufwand, den insbesondere die Kommunen neben dem Tagesgeschäft aufbringen mussten, wurde im Vorfeld von allen Beteiligten unterschätzt, umso mehr ist der Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit in der Projektgruppe deutlich zu loben.

Die weiteren Projekttreffen müssen aufgrund des unterschiedlich vorangeschrittenen Umsetzungsstandes der Kommunen voneinander getrennt werden. Ein Austausch aller Kommunen ist durch die Arbeitsgruppensitzung „Portale“ gewährleistet, die jeden ersten Dienstag im Monat von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr stattfindet.