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29.10.2021

Über das Onlinezugangsgesetz hinaus denken

VITAKO-Vorstand William Schmitt sprach auf der SCCON 2021

(Quelle: VITAKO) Die Aktivitäten im Zuge des OZG haben einen ebenen- und branchenübergreifenden Austausch in der öffentlichen IT hervorgebracht – gerade die zahlreichen Digitallabore hätten verschiedenste Akteure erstmals gemeinsam an einen Tisch gebracht, erklärte VITAKO-Vorstand William Schmitt auf der diesjährigen Smart Country Convention (#SCCON 2021).

Die Herausforderung liegt laut Schmitt nun darin, die Leistungen in der Masse bis zur Entwicklungsstufe 4 zu bringen und dann bundesweit in die Fläche zu bringen. „Der Rollout muss über mehr als 11.000 Kommunen erfolgen, dafür braucht es entsprechende Modelle und Rahmenbedingungen“, so Schmitt. „Wie kommen wir zu anwendbaren Standards und einheitlichen Schnittstellen, um die neuen Verfahren mit unseren Backend-Strukturen zu verbinden?“ Auch seien im Grunde noch sämtliche Fragen offen zum Betrieb, zur Finanzierung und Wartung der OZG-Leistungen nach Ende 2022.

​Notwendig sei nun eine „gemeinsame Entität mit Power“, die die drei deutschen Verwaltungseben im operativen Sinne zusammenbringe. „Die govdigital eG kann diese Aufgaben bündeln und einen Leistungsaustausch zwischen öffentlichen Akteuren organisieren“, sagte Schmitt, der Vorstandsvorsitzender des kommunalen IT-Dienstleisters in Baden-Württemberg, Komm.ONE AöR, ist.

Um zu effektiven Standardisierungen zu kommen, plädierte er zudem dafür, die Föderale IT-Kooperation (FITKO) von Bund und Ländern zu stärken. Für eine nachhaltige Digitalisierung müssten Verwaltungsprozesse über den Online-Zugang insgesamt stärker in den Fokus rücken. Nur so könne das OZG zu einem Verwaltungszukunftsgesetz weiterentwickelt werden. „Ein bisher schlechter Verwaltungsprozess wird auch digital nicht automatisch so besser.“

Weitere Informationen: hier.

VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.