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14.10.2021

govdigital eG verstärkt sich

Martin Schallbruch CEO ab Januar 2022

Berlin, 13. Oktober 2021. Rund zwei Jahre nach Gründung der govdigital eG bietet die gemeinsame Genossenschaft der öffentlichen Verwaltung ein Betriebsmodell an, um digitale Leistungen über föderale Grenzen hinweg auszutauschen. Über ihre 20 Mitglieder erreicht govdigital schon heute rund 65 Prozent aller deutschen Kommunen.

Die Genossenschaft hat bereits mehrere Projekte umgesetzt, die unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur deutschlandweit digitale Leistungen bereitstellen. So wird beispielsweise der digitale Impfnachweis, der „CovPass“ auf Basis sicherer QR-Codes, im Auftrag von govdigital bei einem Mitglied gehostet. Ein anderes Beispiel ist die Blockchain: govdigital bietet hierfür im Auftrag Sachsen-Anhalts eine Lösung, auf deren Basis die Bundesdruckerei das Digitale Schulzeugnis bereitstellt.

govdigital wird sich weiter verstärken und seinen öffentlichen Mitgliedern eine Plattform für die Realisierung gemeinsamer Leistungen digitaler Daseinsvorsorge ermöglichen, von Einer-für-Alle-Leistungen bis zu Cloud-Diensten.

Für die künftige Entwicklung ist es nun gelungen, Martin Schallbruch ab Januar 2022 als Mitglied des Vorstandes und CEO der Genossenschaft zu gewinnen. Der Fachmann und Stratege für öffentliche IT und IT-Sicherheit besitzt mehr als zwei Jahrzehnte Branchenerfahrung, ein breites Netzwerk und tiefes Verständnis föderaler Zusammenarbeit im digitalpolitisch-administrativen Prozess. Als IT-Direktor und CIO
im Bundesinnenministerium begleitete, steuerte und prägte der Informatiker zahlreiche Digitalvorhaben der deutschen Verwaltung.

Ab 2016 übernahm Schallbruch als stellvertretender und dann als Direktor das interdisziplinäre Digital Society Institute, ein wirtschaftsnahes Forschungsinstitut an der European School of Management and Technology in Berlin. Der 56-Jährige ist zudem Lehrbeauftragter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), forscht zu IT-Recht, Innovations- und Regulierungsthemen und engagiert sich seit Jahren für die
Digitale Souveränität des Staates.

„Wir freuen uns, mit Martin Schallbruch einen langjährigen integren Kenner und Macher öffentlicher Digitalisierung gewonnen zu haben“, unterstreicht Dieter Rehfeld, Aufsichtsratsvorsitzender der govdigital. „Martin Schallbruch kann nicht nur auf viel Knowhow und sein breites Netzwerk zurückgreifen, sondern bringt zahlreiche Fertigkeiten aus dem Management von Netzwerken und öffentlicher Gremien
mit – gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen wird er unsere Genossenschaft in eine neue Entwicklungsphase führen.“

„Ich freue mich auf diese wichtige Aufgabe – die kommunalen und Landes-IT-Dienstleister sind das Rückgrat für digitale Souveränität und digitale Daseinsvorsorge Deutschlands“, so Schallbruch. „Als Intermediär wollen wir mit govdigital alle drei Ebenen unserer öffentlichen Verwaltung durch konkrete Projekte, neue Modelle und den Einsatz innovativer Technologie voranbringen.“

Einer der Schwerpunkte des kommenden Jahres wird der weitere Aus- und Aufbau der Genossenschaft sein. Der für den erfolgreichen Aufbau der govdigital verantwortliche bisherige Geschäftsführer Matthias Kammer wird der govdigital dabei weiter beratend zur Seite stehen.

Über die govdigital eG
govdigital eG ist eine Genossenschaft aus 20 öffentlichen IT-Dienstleistern, die gemeinsam digitale Leistungen für die deutsche Verwaltung entwickeln und bereitstellen. Schwerpunkte sind Einer-für-Alle-Leistungen, Cloud-Dienste, Blockchain-Infrastrukturen und die künstliche Intelligenz. 

Gründungsmitglieder sind die AKDB aus Bayern, die Bundesdruckerei in Berlin, Dataport in Norddeutschland, ekom21 aus Hessen, Governikus aus Bremen, KDO aus Oldenburg, die Stadt Köln, das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz), regio iT aus Aachen sowie die Südwestfalen-IT. Letztes Jahr traten zudem LVR Infokom, das Systemhaus des Landschaftsverbands Rheinland (Juni), der kommunale IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg, Komm.ONE AöR (September), die kommunale ITEBO-Unternehmensgruppe aus Niedersachsen sowie der baden-württembergische IT-Landesdienstleister BIT BW (beide November) und das DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (Dezember) der govdigital bei. Im Februar 2021 kamen das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) hinzu sowie der nordrheinwestfälische IT-Landesdienstleister IT.NRW. Im Juni traten die Genossenschaft ProVitako eG und der rheinlandpfälzische Landesbetrieb Daten und Information (LDI) bei. Als 20. Mitglied jüngst hinzugekommen ist das Bayerische Staatsministerium für Digitales.