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29.09.2021

Ein Blick in viele Glaskugeln

krz unterstützt Kommunen bei Organisation der Bundestagswahl

Selten war eine Wahl so schwer einzuschätzen wie in diesem Jahr. Die politischen Parteien Kopf an Kopf, die Herausforderungen der Coronapandemie, Änderungen im technischen Umfeld und und und… oft mutete eine Einschätzung der Zukunft wie ein Blick in die Glaskugel an.

26.9.2021, 18.00 Uhr, die Wahllokale schließen. Ein wichtiger Moment für die Kommunen und die technisch verantwortlichen Personen im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensburg/Lippe (krz). Eine Punktlandung? „Eindeutig ja“, so Martin Kroeger, stellvertretender Geschäftsleiter des krz. „Diese Wahl war für alle beteiligten Personen mit großen Unsicherheiten und Unbekannten belastet. Die Kommunen mussten die Wahllokale unter Coronabedingungen einrichten. Briefwahlunterlagen zur Verfügung stellen. Aber für wie viele Briefwähler? Die Beschaffungen fanden im April statt, mitten im Lockdown. Jede Kommune musste hier in die Glaskugel schauen und eine Entscheidung treffen, wie viele Unterlagen für eine kaum absehbare Situation Monate später benötigt würden.“ Mit Erfolg. Obwohl bei dieser Wahl die Briefwahlbeteiligung höher war als jemals zuvor, waren die Städte und Gemeinden im Verbandsgebiet gut vorbereitet.

Auch das krz bereitete sich intensiv auf diese Wahl vor und hatte sich in einigen Punkten organisatorisch und technisch umgestellt. Ab März kümmerte sich das Wahlteam im krz um die aufkommenden Fragen aus den Kommunen: Zuschnitt von Wahlbezirken, Druck von Briefwahlunterlagen, Aufbau von Wählerverzeichnissen oder Anwendungsfragen in der Einwohnermeldesoftware OK.EWO oder im Votemanager, über die die Wahlergebnisse abgewickelt wurden. „Ziel war es, hier möglichst dicht bei den Kommunen, unseren Partnern, zu sein um die Probleme durch Corona oder auch durch die immer häufigeren Personalwechsel gemeinsam zu lösen“, so Hartmut Schäfer, der gemeinsam mit Ingo Fröhlich im krz die kommunalen Wahlteams unterstützt.

„Eine enge Verzahnung mit dem technischen Dienstleister, der OWL-IT, war der Grundpfeiler für die hohe Verfügbarkeit der Webpräsenz am Wahlabend“, so Frank Sommer, Teamleiter Bürgerservice im krz. Für Andreas Herrmann, seit dem 01.08.2021 Technischer Leiter der OWL-IT, war dies eine neue Herausforderung. „Auch bei uns stellten sich viele Aufgaben. Intensive fachliche Tests, interne und externe Lasttests wurden durchgeführt, begleitet durch tägliche Abstimmungstermine zwischen der OWL-IT und dem krz. Zur Bundestagswahl wurden fast täglich Updates eingespielt, die vom krz fachlich intensiv geprüft wurden. Das programmtechnische Umfeld der OWL-IT wurde umfassend angepasst. Daher war eine enge Vernetzung auf Landesebene mit dem Hersteller des Votemanagers aber auch anderen Rechenzentren entscheidend. Ein Blick in die Glaskugel reichte da nicht aus.“

Das Ergebnis war eine höchst performante Verarbeitung und Darstellung der Wahlergebnisse, die sicher und ohne Störungen oder Cyberattacken verlief. So konnte am Wahlabend auch das erste (vorläufige) Ergebnis für das Verbandsgebiet festgestellt werden. Ein gemeinsamer Erfolg im Zusammenwirken der Kommunen, der technischen Experten der OWL-IT und der Wahlexperten im krz.