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27.09.2021

Die Grundlage für die IT-Ausstattung

Ein Medienentwicklungsplan für Barntruper Schulen

Die Stadt Barntrup hat im Juni 2019 das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) als IT-Dienstleister mit der Erstellung eines Medienentwicklungsplans für ihre Schulen beauftragt. Vor einiger Zeit haben nun Schulausschuss und Rat der Gemeinde die Umsetzung des Plans beschlossen.

Er soll als Grundlage für die IT-Ausstattung in den Jahren 2021-2025 dienen und wurde in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Gemeinde erarbeitet. Die Kommunen als Schulträger sind verpflichtet, den Schulen eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen. Zu ihren Aufgaben gehören:

    Anschluss der Schulen an ein leistungsfähiges Breitbandnetz / Gigabitnetz

    Bereitstellung moderner Präsentationstechnik

    Schulinfrastruktur (Verkabelung / WLAN / Servertechnik etc.)

    Endgeräte (stationär / mobil)

    Schulmanagementsoftware

    Sicherstellung Support (2nd Level)

Ziel des Medienentwicklungsplans ist es, dem Schulträger und den Schulen Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre zu ermöglichen. Das betrifft sowohl die Planung der finanziellen Mittel pro Jahr, die Sicherstellung von Wartung und Support sowie die Zukunftssicherheit der zu tätigenden Investitionen. Der Plan erfasst die Ist-Situation, berät zur Auswahl technisch geeigneter Lösungen, erstellt ein Infrastruktur- und Ausstattungskonzept sowie ein Wartungs- und Betriebskonzept inklusive IT-Support und Schulung der Lehrkräfte und gibt zu guter Letzt eine Umsetzungsempfehlung.

Als Grundlage des Plan hat das Schul-IT-Team des krz die Ausstattung der Grundschule Alverdissen, der Grundschule Barntrup und des Gymnasiums der Stadt, also den Ist-Zustand analysiert. Dabei konnten sie auf bestehende Kenntnisse und Erfahrungen zurückgreifen, da die Grundschulen bereits durch das krz betreut werden.

Der MEP berücksichtigt dabei auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Schulen, so ist laut Einschätzung des krz eine neue Netzwerkverkabelung an allen Standorten außer am Neubau des Gymnasiums von Nöten. Bezüglich der Ausstattung mit Laptops und Tablets wird ein Verhältnis 3 Schüler zu einem Endgerät empfohlen, die Analyse fand zwischen 4 und 14 Schüler pro Gerät. Dabei sind allerdings die Corona-Sofortmaßnahmen für bedürftige Schülerinnen und Schüler und für Geräte für Lehrkräfte nicht berücksichtigt. Während im Gymnasium in den meisten Unterrichtsräumen Beamer vorhanden sind, empfiehlt der MEP in den Grundschulen die Präsentationstechnik aufzustocken und zu vereinheitlichen. Für das Schulmanagement schlägt der MEP schlägt eine einheitliche Software inklusive Server vor.

Für die Wahrnehmung der Aufgaben im Bereich des Second-Level-Supports gibt es zum Teil Vereinbarungen bzw.Verträge mit Dienstleistern, so werden die Grundschulen bereits durch das krz betreut.

Vor allem jedoch ist ein Medienentwicklungsplan Voraussetzung für Fördergelder. So kalkuliert das krz Kosten von 382.427 € für WLAN, die Vernetzung in Schulgebäuden sowie Serverlösungen, Präsentationstechnik und mobile Endgeräte, die mit Mitteln aus dem „Digitalpakt Schule“ gefördert werden.

Zusätzlich zum Digitalpakt sind Mittel aus der „Richtlinie über die Förderung von IT-Administration“ über 43.696,70€ abrufbar um die Personalkosten inklusive Qualifizierung und Weiterbildung des schuleigenen IT-Personals wie auch die Sachausgaben für externe IT-Dienstleister zu finanzieren. Die Mittel aus den „Sofortmaßnahmen“ anlässlich der Corona-Pandemie hat die Stadt bereits ausgeschöpft.