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10.09.2021

Das kleine krz-Wörterbuch (43)

Gegen den AKÜFI oder was bedeutet eigentlich MDM?

AKÜFI oder Abkürzungsfimmel, ist eine weit verbreitete, besonders am Arbeitsplatz auftretende Krankheit. Oft entsteht sie als natürliche Folge von fachlicher Durchdringung und Sprachrationalisierung. Symptome: Scheinbar wahlloses Auftreten von Buchstabenkombinationen und grassierender Verlust von ganzen Worten als Substantiven. Geht oft mit augenfälliger Großschreiberitis einher. Der AKÜFI kann leicht mit Maulfaulheit verwechselt werden. Wirkt ausgrenzend und führt im Endstadium zu vollständiger Unverständlichkeit.

Das krz hat etwas dagegen. Unsere Auflösung kommt dieses Mal aus dem Bereich der Informationstechnik.

Wofür steht MDM?

„MDM“ ist das Akronym für „Mobile-Device-Management“ und steht für die zentralisierte Verwaltung von mobilen Endgeräten wie Smartphones, Notebooks, Laptops oder Tablet-Computern durch einen oder mehrere Administratoren.

Anfang des neuen Jahrtausends nahm die Nutzung mobiler Endgeräte in Unternehmen stark zu und heutzutage sind die Geräte ein unverzichtbarer Teil des Arbeitsplatzes, die zu mehr Flexibilität und Produktivität beitragen. Werden die Geräte jedoch nicht angemessen verwaltet, können sie zahlreiche Herausforderungen und Probleme für Organisationen verursachen. Fehlende Übersicht und nicht standardisierte Verwaltungsmethoden können zu Ineffizienz und Sicherheitslücken führen, selbst wenn es sich nur um ein Versehen handelt, indem ein Mitarbeiter vergisst ein Sichereitsupdate herunterzuladen. Mit einer MDM-Software können Organisationen ihre mobilen Endgeräte begutachten, verwalten und schützen.

Neben der Inventarisierung von mobilen Geräten in Organisationen bezieht sich die Verwaltung vor allem auf die Software-, Daten- und Richtlinienverteilung, sowie den Schutz der Daten auf diesen Geräten. Per MDM-Befehl können Einstellungen wie Fernlöschungen, Sperrungen für Internetseiten, ganze Internetbrowser oder Passwort-Einschränkungen für alle Geräte über die Remote-Administration abgedeckt werden.

Wenn eine Vielzahl von Geräten und Betriebssystemen verwendet werden, kann es zudem schwierig sein, die Übersicht zu behalten und einen Unified Device Managementprozess aufzubauen. Mit MDM haben Organisationen eine bessere Übersicht über ihre Endgeräte, da die Software wertvolle Daten von verwalteten Geräten abruft. IT-Teams wissen, welche Geräte verwendet werden und wie hoch ihre Sicherheitsstufe ist. Zudem können Organisationen dank einer besseren Übersicht Sicherheitslücken schneller erkennen und lösen.

MDM bietet außerdem eine vollständige Übersicht über die Geräteverwendung und den gesamten Gerätelebenszyklus. IT-Administratoren können Geräte remote konfigurieren, updaten und rechtzeitig austauschen. Wenn ein Mitarbeiter die Organisation verlässt, können außerdem alle geschäftsbezogenen Daten vom Gerät gelöscht und das Gerät an einen neuen Mitarbeiter übergeben werden. Dieser muss dann keine Zeit damit verschwenden das Gerät erst einzurichten oder die IT-Abteilung zu besuchen, sondern kann direkt mit der Arbeit beginnen.

Informationen zum Mobile-Device-Management des krz finden Sie hier.