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12.08.2021

Ausschreibungen von Open Source Software

Handreichung der Vitako

Die vermehrte Nutzung von Open Source Software (OSS) stellt für die öffentliche Verwaltung ein wichtiges Mittel dar, um unabhängiger von einzelnen Software-Herstellern zu werden und die eigene digitale Souveränität zu stärken.

OSS kann unabhängig überprüft und individuell an spezifische Anforderungen angepasst werden. Sie kann wahlweise im eigenen Rechenzentrum betrieben oder als Cloud-Dienst bezogen werden. Besonders für die öffentliche Verwaltung ist es wichtig, jederzeit die vollständige Kontrolle über die von ihr verarbeiteten Daten der Bürgerinnen und Bürger zu wahren. Der offene Quellcode ermöglicht die dafür nötige Transparenz und die Steuerungsmöglichkeiten in Bezug auf die eingesetzte Software.

Im Kontrast dazu ist die Vergabe von Aufträgen zur Bereitstellung von Software in der Verwaltung oft noch auf proprietäre Anwendungen der großen Hersteller ausgerichtet. Dies hängt zum Teil auch mit Missverständnissen über OSS zusammen, wie diese sei unsicher, weniger leistungsfähig oder könne überhaupt nicht richtig ausgeschrieben werden. Tatsächlich steht jedoch eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen in Deutschland und Europa bereit, die verschiedene Dienstleistungen rund um OSS anbieten. Bei größeren Projekten erhält man in diesem Umfeld selten alle Leistungen aus einer Hand; es besteht jedoch die Möglichkeit ganz im Sinne des Open-Source-Gedankens, im Rahmen von Ausschreibungen die Kooperation verschiedener Hersteller zu fördern.

Diese Handreichung soll einen Überblick geben, welche Aspekte dabei zu beachten sind, damit das Potential von OSS in der Verwaltung auch tatsächlich realisiert werden kann. 

Zum Leitfaden: https://www.vitako.de/Publikationen/VITAKO%20Handreichung_Ausschreibung%20von%20Open%20Source%20Software.pdf 

VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.