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05.08.2021

Online-Praktika im krz

IT-Erfahrungen und Kontakte von Zuhause aus sammeln

Praktika helfen jungen Erwachsenen bereits in der Schule oder während des Studiums sich beruflich zu orientieren und herauszufinden welche Berufe ihnen gefallen, indem sie erste Arbeitserfahrung sammeln. Die Notwendigkeit dieser Erfahrungen durch Praktika und die Frage wie die Zukunft aussehen soll kann im Gegensatz zu anderen Teilen des öffentlichen Lebens nicht aufgrund der Pandemieregelungen pausiert werden. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) bietet interessierten Schülern daher die Möglichkeit an ein Online-Praktikum beim Lemgoer IT-Dienstleister oder bei der OWL-IT zu absolvieren.

Dies funktioniert ausschließlich über vom krz oder der OWL-IT gestellte Hardware, da aus Sicherheitsgründen nur Geräte im krz-Netzwerk zugelassen werden, die vorher vom krz ausgeteilt wurden. „Dazu haben die Ausbilder und die interne IT eine praktikable Vorgehensweise entwickelt“, erklärte Ausbildungsleiter Jens Wenderoth. „Nur zugelassene Geräte erhalten die VPN Software um eine Verbindung in das krz Netz aufzubauen. Da diese Geräte bekannt sind kann man alle anderen Verbindungsversuche von vorneherein verbieten. Gleichzeitig authentifizieren die bekannten Geräte sich und ihre Benutzer gegenüber den etablierten Kontrollinstanzen im krz.“ So wird gewährleistet, dass jeder Praktikant und jede Praktikantin im krz oder bei der OWL-IT wie echte Mitarbeitende behandelt werden und ihr oder ihm die nötigen Anwendungen wie z.B. WebEx, MS Teams, Outlook und Office zur Verfügung stehen.

Dadurch können Praktikanten von Zuhause aus mit den krz-Anwendungen arbeiten und über WebEx per Videotelefonie und Chat den stetigen Kontakt zu den Ausbildern und den sie betreuenden Mitarbeitern halten. „Die durchgehende Erreichbarkeit ist uns dabei sehr wichtig. Wenn die Praktikanten erst jemanden anrufen müssen, ist die Hemmschwelle Fragen zu stellen sehr viel größer. Durch den offenen Chat kann aber zumindest schriftlich ein recht stetiger Austausch stattfinden, selbst wenn man sich nicht im Büro gegenübersitzt“, berichtet Jens Wenderoth.

Durch den Einsatz von Web Cams, Sprachübertragung und Gruppenarbeit ist im online Praktikum auch die geforderte und notwendige Aufmerksamkeit der Praktikanten gegeben. Trotzdem geht durch die ständig notwendige Terminplanung und Absprache einiges an Flexibilität verloren und Gedankengänge können auf diese Weise nicht immer live entwickelt werden, wie z.B. an einem Whiteboard wo ein direkter Kontakt zwischen dem Dozenten und dem Lernenden besteht. Alle Graphiken, die die Zusammenhänge im krz verdeutlichen mussten angepasst, präzisiert und zum Großteil neu entwickelt werden um sie für eine Videopräsentation tauglich zu machen. „Das hat sich allerdings nicht negativ auf das Arbeitsverhalten der Praktikanten ausgewirkt, auch wenn die reine Wissensvermittlung etwas länger braucht, weil den Dozenten etwa das Feedback durch die Körpersprache fehlt“, erläutert der Ausbildungsleiter des krz und der OWL-IT.

Generell ist das „Distance Learning“, welches krz und OWL-IT aktuell bei Praktika betreiben, geeignet um auch ausbildungswillige Kandidaten zu bedienen die aus Entfernungsgründen nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen können. Die wichtigen Informationen und Praxisinhalte können nämlich auch aus der Distanz vermittelt werden. Es stellt allerdings höhere organisatorische Anforderungen an die ausbildende Organisation, an die Fach- und Methodenkompetenz der Ausbilder und an die intrinsische Motivation der Praktikanten. Das Gleitzeitmodell wird bei dieser Art der Ausbildung obsolet und natürlich leiden gerade die persönlichen Kontakte und Beziehungen, die man sonst während eines Praktikums sammeln kann unter dem distanzierteren Online-Modell.