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30.06.2021

Behördennummer 115

Positive Bilanz nach zehn Jahren Regelbetrieb

Die Teilnehmerkonferenz des 115-Verbundes zieht zum zehnjährigen Jubiläum der Behördennummer 115 eine positive Bilanz.

Mit der Behördennummer 115 haben Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen einen direkten Draht zu den Behörden in Deutschland, unabhängig davon, welche Verwaltungsebene zuständig ist. Die Behördennummer 115 startete 2009 als Pilotprojekt mit einer Handvoll Kommunen. Heute sind über 550 Kommunen, 14 Länder sowie die Bundesverwaltung mit über 80 Behörden Teil des 115-Verbundes.

Unter den Pilotkommunen war auch der Kreis Lippe, der 2009 in enger Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Rechenzentrum Minden - Ravensberg / Lippe (krz) die Behördennummer einführte. Die technische Infrastruktur wird vom krz bereitgestellt. Im Kreisgebiet bieten mehrere Städte, so z.B. Bad Salzuflen und Lage sowie einige weitere Kommunen ihre Dienstleistungen über die 115 an. Zusätzlich werden Anfragen an den Landesverband Lippe sowie der Bildungshotline hier entgegengenommen. Durch die Kooperation zwischen dem Kreis und den Verwaltungen der Städte und Gemeinden können Bürgeranfragen, die über die Behördennummer 115 gestellt werden, auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BürgerService des Kreises Lippe beantwortet werden.

Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: „Die Behördennummer 115 steht für innovativen Bürgerservice und ist Vorbild für die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kommunen, Ländern und Bundesbehörden. Es freut mich, dass 41 Prozent der Bevölkerung die 115 konkret bekannt ist.“

Die Behördennummer 115 soll ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen digitalen Bürgerservice werden und mit den digitalen Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen eng verknüpft werden: „Mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes ergeben sich Handlungsfelder, die die 115 nutzen wird, um sich als wichtiger Baustein bei der Digitalisierung der Verwaltungslandschaft in Deutschland zu platzieren. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam ein attraktives digitales Verwaltungsangebot schaffen werden“, so Richter.

Sabine Smentek, Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik, Berlin, stellte dar: „Berlin gehört zu den Gründungsmitgliedern der 115 und war von Beginn an treibende Kraft im 115-Verbund. Mit über einer Million Anrufe hat Berlin im bundesweiten Vergleich das höchste Anrufvolumen pro Jahr. Die Zahl hat sich seit dem Start im Jahr 2011 mit 170.000 auf 1.300.000 Anrufe pro Jahr fast verzehnfacht. Wir sind auch heute aktiv an der Weiterentwicklung der 115-Services beteiligt – zum Beispiel mit einem virtuellen Chatbot – und arbeiten in Berlin kontinuierlich an neuen digitalen Angeboten.“

Die 115 ist deutschland- und unter +49 115 auch weltweit erreichbar, um Auskünfte zu Verwaltungsleistungen zu geben. Anruferinnen und Anrufer erhalten ausführliche Informationen zu den am häufigsten nachgefragten Verwaltungsleistungen - unabhängig davon, ob es um Angelegenheiten der Kommunen, des Landes oder des Bundes geht.

Mehr Informationen unter: www.115.de