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21.06.2021

Planungssicherheit und Fördermöglichkeiten

Hüllhorst beschließt Medienentwicklungsplan des krz

Die Gemeinde Hüllhorst hat im Februar 2020 das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) als IT-Dienstleister mit der Erstellung eines Medienentwicklungsplans für ihre Schulen beauftragt. Vor einiger Zeit haben nun Schulausschuss und Rat der Gemeinde die Umsetzung des Plans beschlossen.

Er soll als Grundlage für die IT-Ausstattung in den Jahren 2021-2025 dienen und wurde in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Gemeinde erarbeitet. Die Kommunen als Schulträger sind verpflichtet, den Schulen eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen.

Ziel des Medienentwicklungsplans ist es, dem Schulträger und den Schulen Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre zu ermöglichen. Das betrifft sowohl die Planung der finanziellen Mittel pro Jahr, die Sicherstellung von Wartung und Support sowie die Zukunftssicherheit der zu tätigenden Investitionen. Der Plan erfasst die Ist-Situation, berät zur Auswahl technisch geeigneter Lösungen, erstellt ein Infrastruktur- und Ausstattungskonzept sowie ein Wartungs- und Betriebskonzept inklusive IT-Support und Schulung der Lehrkräfte und gibt zu guter Letzt eine Umsetzungsempfehlung.

Im vergangenen Jahr haben die Fachleute vom krz die Gegebenheiten an fünf Grundschulstandorten und einer Gesamtschule aufgenommen und analysiert. Dabei konnten sie auf bestehende Kenntnisse und Erfahrungen zurückgreifen, da die Grundschulen bereits durch das krz betreut werden.

Der MEP berücksichtigt dabei natürlich auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Schulen, so ist laut Einschätzung des krz die Infrastruktur in der Gesamtschule größtenteils zukunftsfähig und die meisten Unterrichtsräume sind hier mit bereits mit moderner Präsentationstechnik wie Whitebooards ausgestattet.

Der Ende März beschlossene Plan umfasst Investitionen im Umfang von ca. 1,48 Mio. € mit einem weiteren Aufwand von 423.000 € über 5 Jahre. Dies beinhaltet sowohl den Breitbandausbau und eine Modernisierung der Infrastruktur, (insbesondere in den Bereichen Internetanschluss, Verkabelung, aktive Netzwerkkomponenten und WLANs) wie auch die Anschaffung von Endgeräten und Präsentationstechnik für die Unterrichtsräume.

Vor allem zeigt er die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Aspekte des Plans auf. So können Gelder aus dem „Digitalpakt Schule“ in Höhe von mehr als einer halben Million (518.718 €) für die Vernetzung in Schulgebäuden und Serverlösungen, WLAN, Präsentationstechnik und mobile Endgeräte eingesetzt werden. Für Personalkosten, eigenes IT-Personal, Sachausgaben, externe IT-Dienstleister und die Qualifizierung und Weiterbildung des eigenen IT-Personals stehen Mittel aus der „Richtlinie über die Förderung von IT-Administration“ (Zusatz zum Digitalpakt) in Höhe von 76.101,90 € zur Verfügung. Darüber hinaus können Fördergelder für den Breitbandausbau in Höhe von ca. 200.000 € abgerufen werden. Knapp 100.000 € Euro aus dem sogenannten Sofortausstattungsprogramm wurden bereits für die Anschaffung von 113 iPads und 282 Convertibles für Schüler- und Lehrerschaft ausgeschöpft.