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18.06.2021

Großes Interesse an VITAKO-Fachveranstaltung

Kommunalportale verknüpfen Kommunen mit Bundesländern und sind Basis des Portalverbunds

Auf großes Interesse stieß im Mai eine virtuelle VITAKO-Fachveranstaltung zum Thema Kommunalportale. Mehrere kommunale ITDienstleister aus verschiedenen Bundesländern präsentierten den rund 130 Zuschauerinnen und Zuschauern ihre Lösungen. Dabei wurden auch einige konkrete Beispiele zur Einbindung digitaler Bürger-Services gezeigt und Themen wie organisatorische Umsetzung, technische Schnittstellen und rechtliche Aspekte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Die im Onlinezugangsgesetz (OZG) geforderte Vernetzung im Portalverbund findet üer Kommunalportale statt: Dabei geht es um eine „Middleware“ genannte Plattform, die den Austausch von Informationen zwischen Kommunen untereinander und zwischen Kommunen und Ländern ermöglichen soll.

Mehrere VITAKO-Mitglieder sind bundesweit in unterschiedlichen Konstellationen mit dem Aufbau dieser Portale befasst. Die VITAKO-Fachveranstaltung zeigte, wie vielfältig das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Akteuren auf kommunaler und Landesebene funktioniert.

So hat es Nordrhein-Westfalen unter dem KDN – Dachverband Kommunaler ITDienstleister geschafft, mit der regio iT aus Aachen und der Südwestfalen IT zwei kommunale Portal-Hersteller zusammenzubringen, um allen Städten, Gemeinden
und Kreisen in NRW eine einheitliche Lösung anzubieten. Dieser „NRW-Weg“ wurde zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Land beschritten und hat aufgrund des Zusammenspiels nahezu aller Akteure im Land bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. (Präsentation | Video-Mitschnitt)

Kein neues Portal, sondern die bestehenden Strukturen nutzen – nach diesem Grundsatz macht die AKDB das längst bestehende BürgerService-Portal in Bayern fit für eine Verknüpfung nach allen Seiten. Mit neuesten Standards und Microservice-Architektur in Verbindung mit Container-Technologie und ausschließlich auf Open Source-Basis sollen in Zukunft sämtliche Services und Strukturen bundesweit angeboten werden und adaptiert sein. (Präsentation | Video-Mitschnitt)

In Sachsen haben sich Land und Kommunen im Rahmen ihrer Zusammenarbeit in der KOMM24 dafür entschieden, mit Amt 24 ein Portal auf Grundlage einer Lösung aus Baden-Württemberg einzusetzen – verschiedene öffentliche und private Akteure in beiden Ländern arbeiten in der weiteren Entwicklung nun eng zusammen. (Präsentation | Video-Mitschnitt)

Im Norden stellt Dataport im Rahmen seiner Online-Service-Infrastruktur (OSI) das „dBürgerportal“ zur Verfügung, um das Servicekonto des Landes kommunal nutzbar zu machen. Ziel ist es, dass möglichst viele Behörden eine gemeinsame Plattform für ihre Online-Dienste nutzen. (Präsentation | Video-Mitschnitt)

Die Fachveranstaltung „Kommunalportale“ war die zweite virtuelle Veranstaltung der VITAKO in diesem Jahr. Mitte März fand bereits eine gemeinsam mit der KGSt organisierte Web-Konferenz zu Open Source Software in der Kommunalverwaltung statt. Für dieses Jahr ist darüber hinaus ein weiterer Termin zum Thema „Data Driven Government“ anvisiert – ein Zukunftsthema, das sich VITAKO für die nächsten Jahre auf die Fahnen schreibt.

VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.