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14.12.2020

Gemeinsam für ein digitales Nordrhein-Westfalen

krz beteiligt sich an virtueller Veranstaltungsserie zu Digitalisierungsprojekten 

Rund 550 interessierte Besucherinnen und Besucher kamen im November bei der virtuellen Veranstaltungsreihe »Digitale Services – von Kommunen für Kommunen« des KDN (Dachverband kommunaler IT-Dienstleister in NRW) zusammen um sich zur Zukunft der digitalen Verwaltung auszutauschen und zu vernetzen. Durch das Vorstellen von Best-Practice-Lösungen wurde ein abwechslungsreiches Programm geschaffen, in dessen Fokus der Erfahrungsaustausch und die Nachnutzbarkeit von kommunalen Lösungen stand.

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung stellen Kommunen und ihre IT-Dienstleister vor große Herausforderungen, denen man in Nordrhein-Westfalen mit einem gemeinschaftlichen Vorgehen begegnet. Ziel der der gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE), des KDN – Dachverbands kommunaler IT-Dienstleister sowie der Digitalen Modellregionen NRW war es, über bereits existierende übertragbare Lösungen und digitale Services zu informieren. „Kommunen lernen von Kommunen“ war eine zentrale Aussage der Veranstaltung.

„Keiner kann alleine das Ziel der Digitalisierung der Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen erreichen. Wir brauchen dazu Netzwerke, Kooperation und Menschen“, betonte Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beauftragter für Informationstechnik (CIO) des Landes NRW in seinem Grußwort zu Eröffnung.

Projekte aus den verschiedensten Themenfeldern wie E-Government, Mobilität, Sicherheit oder Bildung wurden vorgestellt – im Fokus: Übertragbare Lösungen und Services. Auch das Kommunalportal.NRW spielte als landesweites Leitportal eine große Rolle in Diskussionen und Fragerunden.

Unter dem Themenschwerpunkt Bildung war auch das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) mit seiner Schulanmeldungs-Software Schüler Online vertreten. Projektleiter Ingo Niehues stellte die Funktionsweise der krz-Eigenentwicklung vor, die bereits seit über 15 Jahren im Einsatz ist, und die nun die Grundlage für eine NRW-weite OZG-Musteranwendung wird. Hierfür wird die Anwendung, die ursprünglich für die Anmeldung für die Sekundarstufe II und die Schulpflichtüberwachung konzipiert wurde, auf alle Schulformen erweitert. Zu den jetzigen Partnern, die die Anwendung nutzen, Schülerschaft, die Schulen, aus denen Schüler austreten und solche, an denen sie sich anmelden sowie Ausbildungbetriebe, werden noch die Kommunen und die Eltern hinzukommen. Das Projekt zur Anpassung an OZG-Erfordernisse wird in enger Zusammenarbeit mit dem Schulministerium NRW und dem KDN entwickelt. Die Konzeption wird im 1. Quartal 2021 abgeschlossen sein und es ist geplant, die Anwendung vor der rechtlichen Frist Ende 2022 in Betrieb zu nehmen. 

Die virtuelle Veranstaltungsreihe des KDN hat gezeigt, dass die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in vielen Kommunen in NRW bereits erfolgreich vorangetrieben wird.

Wer die Veranstaltungsreihe verpasst hat, kann auf der Website der KDN Videomitschnitte, Präsentationen und FAQ-Listen von allen fünf Terminen finden. Das Referat zu Schüler Online kann ab 2:36 auf dem Videomitschnitt der Veranstaltung vom 19.11. angesehen werden. Detaillierte Informationen und Kontakte zu den Projekten der Digitalen Modellregionen gibt es zudem an den rund 70 Ausstellungsständen der virtuellen Messe zu der Veranstaltungsreihe.