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25.11.2020

Gemeinsam gegen COVID-19

krz unterstützt Kreis Lippe bei der Pflege und Weiterentwicklung einer Software für die Verwaltung von Corona-Testdaten

Manche Dinge kann man nicht vorausplanen und auch manche Software entsteht aus einem akuten Bedarf heraus. Was klein beginnt, kann jedoch schnell zu einer echten Herausforderung werden und besonders in der Krise Anwendungsentwickler und Projektleitungen an die Grenzen des Machbaren führen.

Seit Beginn der Corona-Krise und der Abstrichnahmen im Detmolder Hangar im Frühjahr 2020 hat der Kreis Lippe schnell erkannt, dass für die optimale Abwicklung dieser komplexen Aufgabe und der Koordination der beteiligten Stellen eine eigene Software benötigt wird.

Tobias Stelter, ein Mitarbeiter des Kreises entwickelte daher unter Zuhilfenahme moderner Entwicklungsmethoden und -werkzeuge zeitnah eine Anwendung, die die Arbeit des Gesundheitsamtes in diesem wichtigen Bereich deutlich erleichtert und beschleunigt. Die Eigenentwicklung verwaltet und koordiniert die Vergabe der Testtermine, registriert und verwaltet die vorgenommenen Abstriche, inklusive der vom Labor per Fax zurückgemeldeten Ergebnisse und übernimmt darüber hinaus die Koordination der Kontaktverfolgungs-Teams.

Im Laufe der Zeit kamen neue Anforderungen an die Software hinzu – so musste z.B. die Arbeit mobiler Abstrich-Teams in die Anwendung integriert werden. Auch diese Aufgabe wurde zeitnah in der Anwendung realisiert.

Was akut und schnell entwickelt wurde, wird nun schon seit mehreren Monaten erfolgreich von den Gesundheitsämtern genutzt. Gleichzeitig ist die Anwendung im Moment sehr wichtig – so wichtig, dass der Betrieb permanent aufrechterhalten und die Anwendung zügig gewartet werden muss.

Grund genug für den Kreis, das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und seinen Geschäftsleiter Lars Hoppmann um Unterstützung zu bitten. Um den beteiligten Entwickler des Kreises zu entlasten und die Pflege der lebenswichtigen Anwendung auf mehrere Schultern zu verteilen, sind daher seit Anfang November drei Mitarbeiter des krz unter der Teamleitung von Mirko Strüßmann an der Pflege und Weiterentwicklung der Anwendung beteiligt. Dieses Projekt hat für den neuen Geschäftsbereich 50 - Digitalisierung und Innovation derzeit höchste Priorität, um in der Krise gemeinsam effiziente Lösungen und schnelle Hilfe etablieren und bereitstellen zu können, so der Leiter der Softwareentwicklung Christian Beermann.

Zunächst übernehmen die Entwickler des Lemgoer IT-Dienstleisters Aufgaben die bei einer solch zeitkritischen Entwicklung naturgemäß hintenanstehen, wie z.B. die Dokumentation der entstandenen Software, die Behebung evtl. auftretender Störungen sowie den 3rd Level Support gegenüber dem Gesundheitsamt des Kreises Lippe.

Die Entwicklungsteams freuen sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg, um den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Ämtern schnelle Testergebnisse liefern zu können.