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23.11.2020

Open Source

KDN unterstützt Initiative; Web-Meeting von Vitako und KGSt

(Quelle: KDN, Siegburg, 19.11.2020) Der Verbandsausschuss des KDN, bestehend aus den Geschäftsführungen der kommunalen IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen, hat in seiner Sitzung am 30. Oktober 2020 einstimmig die Unterstützung der Initiative »Ein Ort für öffentlichen Code« beschlossen.

Ziel der Initiative der Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister und der Open Source Business Alliance ist es, die Rahmenbedingungen für die Bereitstellung und Nutzung von Open Source in rechtlichen und organisatorischen Fragen zu verbessern sowie das öffentliche Bewusstsein dafür zu stärken. Der Interessenverbund setzt sich mit Fachexpertinnen und -experten dafür ein, ein Portal bereitzustellen, auf dem die öffentliche Verwaltung in Deutschland Open-Source-Software auf rechtssichere Weise auffinden, austauschen und gemeinsam entwickeln kann.

Effektive Nachnutzung digitaler Lösungen durch öffentlichen Code

Neben dem KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister nehmen zahlreiche weitere Unterstützer an der Initiative teil, darunter mehrere KDN-Mitglieder und Kommunen aus Nordrhein-Westfalen, die kommunalen Spitzenverbände NRW, der Landesbetrieb Information und Technik NRW (IT.NRW) sowie Vertretungen aus der Landesverwaltung, der Zivilgesellschaft und mittelständischen Unternehmen.

In Nordrhein-Westfalen besteht eine Tradition zu dem Motto »Public Money, Public Code«. Die freie Bereitstellung von öffentlichem Code trägt zu einer effektiveren Nachnutzung digitaler Lösungen bei, unter anderem bei der arbeitsteiligen Umsetzung vom Onlinezugangsgesetz (OZG). Offener und freier Code erleichtert die Kooperation zwischen Verwaltungen, indem digitale Anwendungen übertragen und an individuelle Bedürfnisse angepasst werden können – wodurch es neben Aufwand und Zeit auch möglich ist, Kosten einzusparen. Ziel ist es außerdem, die Abhängigkeit der öffentlichen Verwaltung von proprietären Software- und Cloud-Lösungen zu reduzieren.

Der Beitritt des KDN zu der Initiative »Ein Ort für öffentlichen Code« ist ein wichtiger Schritt, um in Nordrhein-Westfalen einen sichtbaren Beitrag zur digitalen Souveränität zu leisten.

Der KDN ist der Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister in NRW und wurde 2004 als Zweckverband gegründet. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe(krz) ist Mitglied des KDN. Der Dachverband repräsentiert die in der kommunalen Selbstverwaltung verankerten IT-Dienstleister und organisiert die vergabefreie Zusammenarbeit seiner aktuell 29 Mitglieder, die gemeinsam über 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger in NRW versorgen.

Online-Seminar von KGSt und Vitako

(Quelle: Vitako) Für Interessierte zum Thema Open Source organisiert die Vitako gemeinsam mit dem KGSt ein Online-Seminar am 7. Dezember. Dabei werden die Grundlagen von Open Source-Software diskutiert und ihr Mehrwert für die Kommunen aufgezeigt.

Im Web-Meeting erfahren die Teilnehmenden, was Open Source-Software ist und wie ihr Einsatz in der Verwaltung gestärkt werden kann. Expertinnen und Experten aus der Community erklären dabei die Grundlagen von quelloffener Software, räumen mit noch immer häufig anzutreffenden Missverständnissen auf und präsentieren Projekte aus der kommunalen und der Verwaltungspraxis, die verdeutlichen, welche unterschiedlichen Anwendungen bereits auf Basis von Open Source möglich sind.

Die Veranstaltung findet am 7. Dezember 2020 von 14:00 bis 16:00 Uhr als Videokonferenz statt und richtet sich an alle Interessierten aus dem Politik- und Verwaltungsumfeld. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer an dem WebMeeting teilnehmen möchte, kann sich bis zum 04. Dezember per Mail an info@vitako.de registrieren.