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11.11.2020

krz referiert auf digitalem Kongress e-nrw

Die neue Digitale Dekade 2020/2030 für NRW - Erste Ergebnisse für die Verwaltung 4.0 nach 3 Jahren OZG?!

Das neue Digitalzeitalter für die öffentliche Verwaltung ist angebrochen und steht im dritten Jahr nach der Einführung des Onlinezugangsgesetz (OZG). Der jährliche Kongress e-nrw, der im November in Neuss unter dem Motto „Die neue Digitale Dekade 2020/2030 für NRW - Erste Ergebnisse für die Verwaltung 4.0 nach 3 Jahren OZG?!“ stattfand, bot dabei eine gute Gelegenheit, um eine Bilanz der bisher erreichten Ergebnisse zu ziehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Kongress 2020 kurzfristig auf ein digitales Format umgestellt. Somit versammelten sich die Top-Entscheider von Land und Kommunen zu einem IT-thematischen Austausch per Videokonferenz. Dadurch fiel auch der geplante Stand des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) im Rheinland aus. Michaela Lehnert, kommissarische Bereichsleiterin Digitalisierung und Innovation, vertrat krz-Geschäftsleiter Lars Hoppmann in der Webkonferenz des Kongresses.

Im Hauptprogramm referierte Michaela Lehnert über die Umsetzung der Digitalvision 2025 im krz. Ausgehend von der Gründung einer gemeinsamen E-Government-AG im Jahre 2017 erläuterte sie den gemeinsamen Weg zur Digitalvision 2025 für den Zweckverband mit seinen 40 Kommunen. So wurden zur OZG-Umsetzung u.a. die über 5.000 Einzelleistungen auf Relevanz für die dem Zweckverband angehörigen kommunalen Größenklassen analysiert.

Sie betonte, dass die Digitalisierung mit den Themenfeldern Changemanagement, Wissensmanagement, Digitalmanagement und Prozessmanagement mit den Facetten Mensch, Organisation und Technik die Anwender, ob Mitarbeitende oder Nutzende, in den Mittelpunkt stellen müsse.

Mit dem von Michaela Lehnert vorgestellten neuen Angebot DigiCheck@Kom befindet sich das krz mit seinen 40 Verbandskommunen auf beispielhaftem Weg in die gemeinsame digitale Zukunft. Es fußt auf den Erkenntnissen aus der Erarbeitung und den Umsetzungserfordernissen der Digitalvision 2025. Die Kommunen hätten häufig zu wenige Personal-Ressourcen, um sich um die vielfältigen gesetzlichen Anforderungen der Transformation „on top“ zu kümmern. Allein Anwendungen seitens des krz verfügbar zu machen, reiche daher nicht aus. Deshalb wurde mit der Beratungsleistung DigiCheck@Kom ein neues Format entwickelt.

Hier wird gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Führungskräften eines Fachbereichs ein maßgeschneidertes Vorgehensmodell für 3 Jahre entwickelt. Die Kommunen bzw. die Fachbereiche legen die Prüffelder anhand eines strukturierten Interviews in den Kategorien Digitale Ausgangslage, Veränderung und Technologien fest. Durch die Einbeziehung der Mitarbeitenden erreiche man auch eine hohe Akzeptanz für die anstehenden Veränderungsprozesse. Sie würden so zu Beteiligten, nicht nur zu Betroffenen.
Eine Analyse dieser Prüffelder durch verschiedene Bereiche des krz mündet in einer individuellen Empfehlung von verschiedenen Maßnahmen inkl. einer Kostenschätzung. Die Kommunen seien dann natürlich frei darin, ob und wann sie diese Maßnahmen umsetzen.

Michaela Lehnert betonte, dass das Angebot DigiCheck@Kom bei den krz-Kommunen auf großes Interesse stößt. Es wurden bereits mehrere Gespräche geführt, die aufgrund der Pandemie per Videokonferenz erfolgten.

In diesen wurde deutlich, dass sich die Bedürfnisse der Kommunen gleichen: Sie wünschen sich eine Standardisierung der Abläufe, Übertragbarkeit in andere Fachbereiche, bessere Zusammenarbeit und Beratung zu konkreten Lösungen, da wo der Schuh drückt. Wichtig sei insbesondere auch der Kompetenzaufbau (DigiFit@Kom) und die mentale Transformation für verschiedene Zielgruppen wie Mitarbeitende, Führungskräfte und auch für politische Entscheiderinnen und Entscheider.

 Unter dem Motto „DigiCheck@Kom - Ihr individueller Bedarf – unsere maßgeschneiderte Lösung“bietet das krz so seinen Verbandskommunen Unterstützung und Begleitung für eine grundlegende und fristgerechte Umsetzung des OZG.