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06.03.2020

Das krz begleitet den Auftakt in der Sekundarstufe I

Calliope mini erobert weitere Schulen in Lippe

Der Mikroprozessor Calliope und die dazugehörige Programmierumgebung Open Roberta dient bereits seit fünf Jahren dazu das Programmieren als Bestandteil des Lehrplans in den Schulalltag zu integrieren. In Verbindung mit einer visuellen Programmiersprache wie NEPO ist der Mikrocontroller so gestaltet, dass er von Schülern ab Klasse 3 verwendet werden kann. Nach seinem Debüt in den Grundschulen feiert das Projekt „Calliope in Lippe“ nun seinen Einzug in die Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen. Die entsprechende Auftaktveranstaltung des zdi-Zentrums Lippe.MINT fand am 27. Februar im Erfahrungsraum.MINT des Handwerksbildungszentrums in Lemgo statt.

Aktuell befindet sich der Baustein Calliope mini in 57 Grundschulen und zwei Förderschulen in Lippe im Einsatz. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) war bereits seit der Anschaffung von Calliope in den ersten zehn Pilotkommunen in Lippe an dem Projekt beteiligt und veranstaltete zu diesem Zweck einen Infoworkshop für die Lehrerinnen und Lehrer zur Nutzung und Programmierung des Calliope mini im Unterricht. Nun kooperieren das krz und die Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) im neuen Projekt mit dem zdi-Zentrum Lippe.MINT, dem Schulamt und dem Kompetenzteam für den Kreis Lippe, um das Programmieren auch in den Unterricht der Sekundarstufe I einzuführen.

Als ein ländlich geprägter Raum steht Lippe aktuell vor der Umsetzung zahlreicher Digitalisierungsprojekte, so verpflichtet das 2017 vom Bundestag erlassene Onlinezugangsgesetz alle Verwaltungen und Kommunen dazu, ihre Leistungen, bis spätestens Ende des Jahres 2022, über einen neuen Portalverbund und elektronisch für Bürger und Unternehmen anzubieten. Das gilt für alle Verwaltungsleistungen – bundesweit. Für das krz und seine Verbandsmitglieder ist dies bereits seit Längerem  Anlass dafür, sich im Rahmen seiner Entwicklungs- und Innovationsprojekte intensiv darauf vorzubereiten. Die engagierten Projektbeteiligten wissen schon jetzt genau wie viele von den mehr als 5.000 Leistungen aus dem „OZG Katalog“ bundesweit in der kommenden Zeit für die Kommunen, für die Bürger und vor allem für die Unternehmen im Verbandsgebiet von Bedeutung sind und Online-Potenziale beinhalten: Ca. 2.000 Leistungen betreffen die hiesigen Kommunen und alleine die Hälfte davon sind für ihre Unternehmen am Standort.

Im schulischen Umfeld unterstützt das krz seine Verbandsmitglieder dabei nicht nur durch die Erstellung von Medienkonzepten und der Bereitstellung der erforderlichen Hard- und Software, sondern auch durch die Beteiligung an Projekten wie „Gute Schule 2020“ und „Calliope in Lippe“, um auch die künftigen Generationen auf eine digital geprägte Zukunft vorzubereiten. Der digitale Wandel führt dazu, dass mehr „digitale Schlüsselkompetenzen“ und Querschnittsqualifikationen entlang der Bildungskette und in allen Fächern erworben werden. Diese „digitalen Schlüsselkompetenzen“ werden neben Schreiben, Lesen, Rechnen zu einer neuen vierten Kulturtechnik. Dazu zählen insbesondere Medienkompetenz, Anwendungs-Know-how und informatische Grundkenntnisse.

„Für mich ist Calliope der einfachste und innovativste Ansatz seit Frauenhofers Roberta. Spaß und Spiel wird zu sinnvollem Lernen vereint“, erklärt Jens Wenderoth, der Ausbildungsleiter der OWL-IT.

Auch Thomas Mahlmann vom zdi Zentrum Lippe.MINT zeigt sich während der Veranstaltung von „Calliope in Lippe“ begeistert: „Die positive Resonanz die wir bereits im Bereich der Grundschulen erfahren haben schloss sich bei den weiterführenden Schulen nahtlos an. Wir haben aktuell 18 Sek I-Schulen im Projekt und werden bis Ende des Jahres noch zwölf weitere Schulen dazu nehmen können. So ein Projekt bekommt man nur mit einem tollen Team und entsprechender Unterstützung von außen an den Start. In Lippe ist uns das glänzend gelungen.“

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Programmierung des Calliope durch die zukünftigen Sek I-Schülerinnen und -Schüler der Grundschule am Schloss in Lemgo, die von ihrer Lehrerin Carmen Doberenz zum Abschluss mit einer Urkunde als „Calliopros“ (Calliope-Profis) ausgezeichnet wurden.

Zusätzlich unterstützt wird „Calliope in Lippe“ durch die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, die Meyer-Sickendiek-Stiftung für Ausbildung und Erziehung, Fraunhofer IAIS die Calliope gGmbH und Google Deutschland.