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24.06.2019

IT-Sicherheit macht keine Ferien

Vorsicht vor Daten-Roaming und anderen Urlaubsfallen

Sowohl die Recherche nach guten Hotels, Stränden oder Restaurants als auch die letztliche Urlaubsbuchung findet mittlerweile über entsprechende Onlineportale statt. Das Smartphone hat die klassische Kamera als primäres Aufnahmegerät für Urlaubsfotos abgelöst und auch Reiseführer gibt es längst digital. Damit sind mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets für viele unabdingbare Reisebegleiter geworden.

Trotz aller Einfachheit der digitalen Urlaubsorganisation sollten Reisende aber nicht nur darauf achten ihr Smartphone am Strand vor der Sonneneinstrahlung zu schützen (wir berichteten - Smartphones mit Sonnenbrand).

Vorsicht ist bereits bei der Reisebuchung geboten. Cyberkriminelle locken ihre Opfer gerne mit angeblich vergünstigten Angeboten auf gefälschte Webseiten. Die Risiken dabei reichen von der Infektion des Gerätes mit Schadsoftware über Datendiebstahl bis hin zum Betrugsfall. Aus diesem Grund sollten Kredit- und Bankdaten nur auf Seiten mit einer TLS/SSL-Verschlüsselung eingegeben werden, erkennbar an dem Adressanfang „https“. Vor dem Reisebeginn sollten die Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen der Geräte aktiviert werden, damit wichtige Dokumente und persönliche Daten im Verlustfall geschützt sind.

In vielen Flugzeugen darf das Smartphone oder das Tablett mittlerweile ganz normal genutzt werden. Trotzdem sollten diese Geräte außerhalb der EU-Mitgliedsstaaten nicht leichtfertig verwendet werden. Dort gibt es bislang keine einheitlichen Preisregelungen und das „Roaming“ in ausländischen Handynetzen kann schnell zur Kostenfalle werden. Neben den hohen Kosten pro Kilobyte werden die Nutzer häufig erst stark verspätet darüber informiert, dass sie sich automatisch in ein Roaming-Netz eingeloggt haben. Um dieser Falle zu entgehen gibt es in vielen Urlaubsländern die Möglichkeit günstig lokale SIM-Karten zu kaufen, die nach vier Wochen einfach entsorgt werden können.

Als Alternative verwenden Urlauber vorzugsweise öffentliches WLAN, um unterwegs im Internet zu surfen, oder Apps zu nutzen. Das Bluetooth und die WLAN-Schnittstelle sollten aus Sicherheitsgründen aber nur aktiviert werden, wenn sie wirklich benötigt werden. Andernfalls könnte sich das Gerät auch hier selbstständig mit offenen Netzwerken verbinden. Da das Sicherheitsniveau offener WLANs meist sehr niedrig ist, empfiehlt es sich, keine privaten Daten, etwa bei einem Log-In, über solche Netzwerke zu versenden.

Unabhängig vom genutzten WLAN sollte die Nutzung von Sozialen Medien während des Urlaubs wohl überlegt sein. Urlaubsfotos und Adressen sollten nicht öffentlich geteilt werden, um zu verhindern, dass Ihre leere Wohnung zu einem einfachen Ziel für Einbrecher wird. Zeigen Sie Familie und Freunden ihre Urlaubsbilder stattdessen lieber nach Ihrer Rückkehr bei einer Tasse Kaffee oder Tee.

Quelle: https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/DigitaleGesellschaft/Reisen/vorReisen/vorreisen_node.html;j