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07.07.2020

Vitako begrüßt Lernportal-Entscheidung

Open Source-Plattform zum Aufbau digitaler Bildungsportale für Schulen

(Quelle: Vitako Pressemitteilung, den 03. Juli 2020)

Berlin, 3. Juli 2020. Vitako – die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. – begrüßt, dass die Kultusministerien in vielen Bundesländern nun Kommunen und Schulträger darin unterstützen, digitale Lern- und Lehrangebote an den Schulen aufzubauen. Die kommunalen IT-Dienstleister setzen sich dafür ein, dass Schulträgern vor Ort eine Auswahl souveräner und datenschutzkonformer Portale zur Verfügung steht, die regional betrieben werden.

Vitako betont, dass die Daten von Lehrenden wie Lernenden unbedingt nach der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gehandhabt werden müssen. Wichtig ist zudem, dass die verschiedenen Lernplattformen hinreichend gleiche Voraussetzungen für Lernende und Lehrende zur Verfügung stellen: Schülerinnen und Schüler und Studierende dürfen bei einem Schul- oder Hochschulwechsel keinesfalls in eine komplett „analoge“ Welt zurückfallen.

In diesem Sinne ist die Entscheidung des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen zu begrüßen, von nun an landesweit auf die Lernplattform „Logineo“ zu setzen. Das Portal wurde auf Open Source-Basis durch mehrere kommunale ITDienstleister im Land entwickelt. NRW geht damit einen wichtigen Schritt und setzt an der Basis – in den Schulen – auf mehr Unabhängigkeit von großen Software-Herstellern und Monopolen im digitalen Raum.

 „Es ist ein Angebot, das Nutzerfreundlichkeit, Datenschutz und Digitale Souveränität für die mehr als zwei Millionen Schülerinnen und Schüler im Land hin zu einer digitalisierten Bildung berücksichtigt“, erklärte Thomas Coenen, Leiter der Vitako-Projektgruppe Bildung.

„Das ist nicht nur eine Entscheidung, um Tausende Schulen in Zeiten der Krise resilienter aufzustellen, sondern auch ein weitreichender Schritt für die digitale Unabhängigkeit der kommenden Generationen“, betont Vitako-Geschäftsführer Dr. Ralf Resch. „NordrheinWestfalen setzt damit wie auch schon Schleswig-Holstein und Hamburg klar auf mehr Unabhängigkeit von proprietärer Software.“

Vitako wird noch im Sommer ein Papier zu den Anforderungen zur Digitalisierung von Schulen veröffentlichen. Derzeit erarbeitet die „Projektgruppe Bildung“ eine entsprechende Handreichung, um die Bedarfe an die Hard- und Software-Ausstattung, pädagogisch-technische Konzepte und an den Fortbildungsbedarf zusammenzufassen. Denn Schulen, Schulträger und Kommunen stehen vor der bleibenden Herausforderung, Finanzmittel sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen – die kommunalen IT-Dienstleister möchten hierbei bestmöglich unterstützen, um einen effektiven Weg in ein sicheres und souveränes digitales Zeitalter zu finden.

Vitako ist das Netzwerk der öffentlichen IT-Dienstleister in Deutschland, als Berater und Betriebspartner für Kommunen tätig sowie der zentrale kompetente Ansprechpartner für Verbände und Entscheider aller Ebenen in allen Fragen des Einsatzes von Informationstechnik im kommunalen Sektor. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/ Lippe (krz) zählt zu den Gründungsmitgliedern der Vitako, Geschäftsleiter Lars Hoppmann ist seit 2018 Vorstandsmitglied der Bundes-Arbeitsgemeinschaft.

Quelle: https://www.vitako.de/Publikationen/PM_Open%20Source_Digitale%20Bildungsplattformen_final.pdf