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08.05.2020

#WirvsVirus

Beim Hackathon gemeinsam gegen Corona!

Unter dem Hashtag #WirvsVirus hat die Bundesregierung am 20. März einen 48-stündigen Hackathon ins Leben gerufen, der in Zeiten von Covid-19 für Partizipation, Solidarität und Lösungen aus der Mitte der Gesellschaft sorgen soll. Der Hackathon #WirvsVirus war eine gemeinsame Veranstaltung von Bundesregierung, Tech4Germany, Code for Germany, Initiative D21, Impact Hub Berlin, ProjectTogether, SEND e.V. und Prototype Fund. Das Bundeskanzleramt und der Digitalrat unterstützten das Projekt.

 

Aufgrund des aktuellen Kontaktverbotes war die Voraussetzung zur diesjährigen Teilnahme lediglich ein funktionierender Internetzugang und ausreichendes Engagement, da der Hackathon 2020 ausschließlich digital stattfand. Ein Zeichen dafür, dass die Digitalisierung uns in Zeiten der Krise und des "Social Distancing" neue Chancen bietet, trotz allem Kontakte zu pflegen und weiterhin zusammen zu arbeiten.

 

Die Resonanz darauf war überwältigend: Mit 42.000 Anmeldungen und 28.000 aktiven Teilnehmenden wurde der bisher größte Hackathon der Welt auf die Beine gestellt. Wie in den vergangenen Jahren stellte auch das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) zusammen mit der OWL-IT einige dieser Teilnehmer. Neben dem Auszubildenden Sebastian Klute nahmen auch Irina Fuchs und Jonas Hammerschmidt vom krz sowie Jan Tümce von der OWL-IT am Hackathon teil.

 

Wie können wir als Solidargemeinschaft die Herausforderungen meistern, die im Rahmen der Covid-19-Krise entstehen? – unter diese zentrale Frage stellten die Veranstalter den #WirVsVirus Hackathon. Sie war der Ansatzpunkt für die knapp 2.000 Projektteams, die teilweise bunt zusammengewürfelt wurden und sich vorher zumeist nicht kannten. Auch die krz- und OWL-IT-Teilnehmer arbeiteten auf diese Weise mit unbekannten Programmiererinnen und Programmierern an Projekten zur digitalen Nachbarschaftshilfe, vor allem für Risikogruppen, an IT-gestützten Tracking-Lösungen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus und zum Epidemie Management für Gesundheitsbehörden.

 

„Das Hackathon-Wochenende war geprägt von wenig Schlaf und viel Kollaboration im Projektteam. Der Wissensdurst und Drang zum Helfen sowie die unterschiedlichen Sichtweisen der Projektmitglieder waren wirklich beeindruckend. Der Prozess von einer losen Idee bis hin zu einem konkreten Lösungsansatz, der in Zeiten von Covid-19 eine große Hilfe sein kann, ist mir aber bereits aus dem Berufsleben im krz bekannt. Es war eine großartige Erfahrung an so einem großen und vor allem digitalen Hackathon teilzunehmen und auf das Ergebnis unserer bunt zusammengewürfelten Gruppe bin ich wirklich stolz!“, fasste Jan Tümce das Erlebnis zusammen.

 

Innerhalb von 48 Stunden entstanden so knapp 1.500 Lösungen und Ideen, die eine renommierte Jury – rund um die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothea Bär  – bewertete. Auch der Chef des Bundeskanzleramtes und Schirmherr der Veranstaltung, Prof. Dr. Helge Braun, zeigte sich von den Ergebnissen und Leistungen während des Hackathons begeistert und resümierte: „Diese Teilnehmer haben in diesen Stunden das Internet wieder zu dem gemacht, was es einmal war: ein Begegnungsort der besten und offensten Art.“

 

Eine Auffassung, der Jonas Hammerschmidt nur beipflichten konnte: „Die Teilnahme an einem Hackathon kann ich jedem Problemlöser oder Softwareentwickler nur empfehlen. Es war eine wunderbare Gelegenheit für Softwareentwickler Einblicke in neue Technologien zu bekommen und für Problemlöser ihre Talente unter Beweis zu stellen.“