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11.03.2020

Große Reichweite bei geringem Energieaufwand

Das krz ist Teilnehmer des LoRaWAN-Workshops

Alles was vernetzt werden kann, wird vernetzt, von der großen Industriemaschine bis zum alltäglichen Haushaltsgegenstand, das ist die Prämisse des Internet of Things (IoT). Doch für die Umsetzung dieses Vorhabens wird ein entsprechendes Netzwerk benötigt. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) setzt bei der Erfüllung der wichtigsten IoT-Anforderungen, wie sicherer bidirektionaler Kommunikation, auf LoRaWAN, eine „Low Power Wide Area Network“-Spezifikation für drahtlose batteriebetriebene Systeme in einem regionalen Netzwerk.

Der Aufbau eines flächendeckenden LoRaWAN kann kreisintern, bei den Kommunen aber auch im Bereich der Wirtschaft und der Bürger die Einführung neuer Digitalisierungsdienste vereinfachen. Dies hat die Kreisverwaltung Lippe erkannt und befindet sich aktuell in der Evaluierungsphase für ein LoRaWAN-Netzwerk für Lippe. Dazu wurden in Kooperation mit dem krz bereits zwei vorbereitende Workshops durchgeführt.

Beim ersten Zusammentreffen am 21.01.2020 tauschten sich der Kreis Lippe, das Fraunhofer IOSB-INA, das IT-Unternehmen Evomation und das krz grundlegend über die Kommunikationstechnologie LoRaWAN und ihre Zukunftschancen aus. Das Ziel der ersten Veranstaltung im „Lemgo-Digital“-Projektbüro des Fraunhofer Instituts war dabei zunächst einen geeigneten Startpunkt für die Thematik zu finden.

Dieser Startpunkt fiel in der Form des zweiten Workshops auf den 20. Februar. Das Kernthema der Veranstaltung im Kreisverwaltungsgebäude in Detmold war die gemeinsame Entwicklung einiger LoRaWAN-Anwendungsfälle, die als Leuchtturmprojekte für die weitere Entwicklung einer entsprechenden Infrastruktur genutzt werden können. Dazu galt es vor allem ein besseres Verständnis der grundlegenden Eigenschaften von LoRaWAN und der geeigneten Anwendungsfelder zu entwickeln.

LoRaWAN zeichnet sich vor allem durch eine sehr gute Energieeffizienz, hohe Reichweiten und eine gute Durchdringung von Gebäuden aus. Damit ist die Spezifikation besonders für Anwendungen geeignet, die unabhängig von dauerhafter Spannungsversorgung sein müssen, sich an schwer zugänglichen Orten befinden, über eine große Fläche verteilt sind und geringe Datenmengen übertragen müssen.

Für die nächsten Workshops sind die Erstellung einer Machbarkeitsanalyse, eine Budgetabschätzung, die Planung einer Labor-/ Pilotumgebung und die Wahl eines Umsetzungszeitraumes geplant. Das krz arbeitet bereits an der Entwicklung für eine Smart City Plattform für Mittelstädte, zur Erfassung, Verdichtung, Aufbereitung und Haltung von stadtbezogenen Daten, die unter anderem aus einem LoRaWAN-Netzwerk zugesandt wurden.