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05.02.2020

DigitalPakt Schule nachhaltig gestalten

Erste Sitzung der Vitako-Projektgruppe Bildung 

(Quelle: Vitako) Berlin, 23. Januar 2020.

Vitako – die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister – freut sich über die rege Teilnahme an der ersten Tagung der neuen Projektgruppe Bildung. Gestern kamen 25 Teilnehmer/innen von kommunalen IT-Dienstleistern und Kommunen zusammen, um die Herausforderungen zu diskutieren, die sich mit Blick auf die Digitalisierung des Bildungswesens und den „DigitalPakt Schule“ ergeben. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach der Etablierung funktionaler technischer Infrastrukturen, passender didaktischer Konzepte sowie ein kompetenter und souveräner Umgang in und mit einer digitalen Bildungswelt.

„Investitionen in Bildung sind für die Entwicklung unserer Gesellschaft von großer Bedeutung“, erklärte Thomas Coenen, Geschäftsführer der Südwestfalen-IT (SIT) und seit gestern frisch gewählter Leiter der PG Bildung. „Der DigitalPakt Schule schafft die dafür notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen.“

Durch das Förderprogramm sollen insgesamt fünf Milliarden Euro öffentliche Mittel in Bildungseinrichtungen fließen, davon drei Milliarden alleine bis zum Ende dieser Legislaturperiode 2021. Hinzu kommen voraussichtlich weitere Investitionen der Länder und Schultäger, sodass Coenen mit 137.000 Euro pro Schule bzw. rund 500 Euro pro Schüler/in rechnet. „Die kommunalen IT-Dienstleister der Vitako werden die Schulen und Schulträger bei der Umsetzung beraten und im laufenden Support unterstützen.“

Dabei geht es nicht nur um den richtigen Einsatz von Hardware, eine leistungsstarke Anbindung und professionelle Vernetzung der Bildungseinrichtungen, sondern vor allem auch um Konzepte, die die technisch-pädagogische Qualität, IT-Sicherheit und den Datenschutz langfristig gewährleisten. Für eine nachhaltige und wirtschaftliche Herangehensweise spielen die Definition und Anwendung von Standards sowie Kooperationen eine Schlüsselrolle. Die kommunalen IT-Dienstleister können hier auf bereits bestehende Strukturen, Prozesse und Erfahrungen aufbauen.

Bereits im Dezember hatte Vitako Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in einem Brief auf die Möglichkeit und die bereits vorhandene Zusammenarbeit aufmerksam gemacht: Wenn sich mehrere Schulträger einer Region zu einem Rechenzentrum zusammenschließen, sei das einerseits ein Weg, um Kosten für Wartung und Support nachhaltig zu senken und andererseits Qualität und Sicherheit von Leistungen zu steigern.

Neben Thomas Coenen als Leiter stellten sich außerdem Bernadette Thielen (PROSOZ Herten), Holger Richard (ITEBO, Osnabrück), Detlev Rackow (Landeshauptstadt Hannover) und Dr. Christoph Lindner (Dataport) als Mitglieder des Themenbeirates zur Verfügung.

Am 22. Januar 2020 fand in Berlin die erste Sitzung der neuen Vitako-Projektgruppe Bildung (PG Bildung) statt. Zum Leiter wurde der Geschäftsführer der Südwestfalen-IT (SIT), Thomas Coenen (rechts im Bild), gewählt. (Foto: Vitako/Einhaus)

Vitako ist das Netzwerk der öffentlichen IT-Dienstleister in Deutschland, als Berater und Betriebspartner für Kommunen tätig sowie der zentrale kompetente Ansprechpartner für Verbände und Entscheider aller Ebenen in allen Fragen des Einsatzes von Informationstechnik im kommunalen Sektor. Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/ Lippe (krz) zählt zu den Gründungsmitgliedern der Vitako, Geschäftsleiter Lars Hoppmann ist seit 2018 Vorstandsmitglied der Bundes-Arbeitsgemeinschaft.