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04.10.2019

Gemeinsam die OZG-Umsetzung anpacken

Facharbeitsgruppe aus krz und Verbandsmitgliedern erarbeitet Strategie

Die Digitalisierung von Verwaltungsangeboten hat durch das im Jahr 2017 beschlossene Onlinezugangsgesetz (OZG) deutlich an Bedeutung gewonnen. Aus dem Bestreben, digitale Angebote für Bürgerschaft und Unternehmen zu schaffen, wurde eine gesetzlich verpflichtende Aufgabe, die bis Ende des Jahres 2022 umzusetzen ist. Das hehre Ziel ist, über 5000 Einzelleistungen in knapp 600 Leistungsbündeln digital verfügbar zu machen.

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) hat mit seinen Verbandskommunen sofort die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Thematik Onlinezugangsgesetz erkannt und mit der Arbeit begonnen.
So trifft sich als Teil der ganzheitlichen E-Government-Arbeitsgruppe regelmäßig die Facharbeitsgruppe „OZG“, bestehend aus dem krz und engagierten Verbandsmitgliedern, in den Räumen des krz, um begleitet vom Institut für Verwaltungsmanagement, Mittelstandsforschung und Zukunftsplanung IVM² gemeinsam an dem Thema zu arbeiten und eine Strategie zu entwickeln.

Bereits erste Untersuchungen des OZG-Kataloges, welcher alle Leistungen beinhaltet, brachten die Erkenntnis, dass eine Prüfung der Leistungen auf kommunale Relevanz unumgänglich ist. Diese Information lag bis dato nur spärlich und ohne Berücksichtigung der Kommunalstruktur in NRW vor.

Daher wurden die einzelnen Themenfelder, in denen die Leistungen kategorisiert wurden, an Themenpaten aus der Facharbeitsgruppe vergeben. Diese Themenpaten hatten die Aufgabe, jede dem Themenfeld zugehörige Einzelleistung darauf zu prüfen, ob sie eine kommunale Relevanz besitzt. Die Prüfung wurde direkt auf der Ebene des Kommunaltyps durchgeführt. Dadurch konnten knapp 2000 Einzelleistungen als relevant für das Verbandsgebiet, welches aus Kreisen und kreisangehörigen Städten und Gemeinden besteht, eingestuft werden.

Nachdem in den bisherigen Sitzungen die eigentlichen gesetzlichen Anforderungen im Detail betrachtet wurden, befasste sich die FAG in der jüngsten Sitzung mit der Umsetzungsplanung. Diese soll gemeinsame Lösungskonzepte und Vorschläge umfassen, die dem krz und seinen Verbandskommunen bis zum Jahresende 2022 gestattet, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen den digitalen Zugang zu Verwaltungsleistungen zu ermöglichen.

Neben dem Erarbeiten von digitalen Angeboten im Rahmen des OZG hat der Lemgoer IT-Dienstleister gleichzeitig den Anspruch, die Verwaltungsdigitalisierung insgesamt mit dem Ziel Digital von A bis Z voranzutreiben. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen sollen passende Werkzeuge und Lösungen angeboten werden, die auf ihre Bedürfnisse und die neuen Anforderungen aus den digitalen Eingangskanälen abgestimmt sind.

Leitet die Facharbeitsgruppe: Michaela Lehnert, Stellv. Abteilungsleiterin Bürgerservice, E-Government und Geoinformationssysteme (Foto: krz)