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25.07.2019

Neues Baumkataster für Stemwede

Aktuelle und sichere Dokumentation für Pflege und Kontrolle des kommunalen Bestandes

Schon seit Jahren hält die Gemeinde Stemwede digitale Informationen zu den innerhalb der öffentlichen Infrastruktur liegenden Bäumen vor. Baumkataster werden insbesondere für den Nachweis der Verkehrssicherungspflicht geführt. Die rechtssichere Dokumentation von Baumbeschädigungen, entsprechend zu ergreifender Maßnahmen bei Schadensfeststellungen und die Durchführung regelmäßig stattfindender Kontrollgänge verringern das Haftungsrisiko bei möglichen Sach- oder auch Personenschäden, die durch Bäume verursacht werden können.

Die Mitarbeiter der Gemeinde Stemwede waren sich einig, das bislang betriebene Baumkataster durch ein neues, zentral geführtes Dokumentations- und Pflegemanagement für Bäume und Baumkontrollen zu ersetzen. Man entschied sich schließlich für die Nutzung der Komplettlösung „norGIS-Baum“, die unter hohen Sicherheitsstandards beim Lemgoer IT-Dienstleister betrieben wird.

Sowohl die Software als auch die Daten werden nun zentral im krz gehostet und sind integraler Bestandteil der dort vorliegenden Geodateninfrastruktur (GDI). Die Software wird auf Terminalserverbasis (Citrix) vorgehalten, was den Pflegeaufwand stark reduziert. Statt vieler Einzelplatzinstallationen beschränkt sich der Aufwand nur noch auf eine zentrale Installation im Rechenzentrum.

Die Datenhaltung erfolgt innerhalb des Datenbanksystems PostgreSQL/PostGIS, mit dem der IT-Dienstleister seit Jahren gute Erfahrungen in puncto Performance, Funktionalität, Zuverlässigkeit und Sicherheit gesammelt hat.

„norGIS-Baum“, ein Produkt der norBIT GmbH, ist mit einer grafischen Schnittstelle ausgestattet und bidirektional mit dem Geoinformationssystem „QGIS“ verbunden, das vom krz ebenfalls als Terminalserverlösung angeboten wird. Via Citrix greifen die Anwender auf beide Anwendungen zu. Neben der Ausgabe von Einzelbaumübersichten und Maßnahmenblättern bietet das Verfahren umfangreiche Abfragemöglichkeiten, eine Historienverwaltung, flexibel anpassbare Objektartenkataloge, ein integriertes Dokumentenmanagement und vieles mehr.

Die modular aufgebaute GDI des krz erlaubt, sofern gewünscht, weiterhin auch den Zugriff anderer Komponenten auf die Baumdaten. So können die Daten bei Bedarf von weiteren Systemen, wie etwa dem krz-eigenen WebGIS oder auch CAD-Arbeitsplätzen verwendet werden. Die zentrale Datenhaltung sowie die Anbindung der einzelnen Komponenten erlauben es, dass Änderungen, die am Baumdatenbestand erfolgen, direkt und ohne zusätzlichen Konvertierungsaufwand für alle Geoinformationssysteme (GIS) aktuell verfügbar sind.

Die Baumkontrollen werden mit mobilen Geräten, wie Notebooks oder Tablets im Gelände durchgeführt. Aufgrund der gegenwärtig leider noch unzureichend stark ausgelegten Funknetze kann insbesondere in den ländlichen Regionen ein fehlerfreier Zugriff auf die im krz betriebene Private-Cloud-Lösung nicht gewährleistet werden. Entsprechend sind die Geräte der Außendienstmitarbeiter mit einem QGIS ausgestattet, in das ein eigens für die Baumkontrollen entwickeltes Plugin implementiert ist. Die für die Kontrollen benötigten Daten werden vor den jeweiligen Außendienstarbeiten aus dem zentralen Verfahren auf das mobile Gerät exportiert. Analog erfolgt nach den Kontrollgängen über eine bereitgestellte Schnittstelle der Import der edierten Baumdaten in die zentrale Datenbank. 

Durch die Nutzung der zentral angebotenen krz-Lösung erfährt die Gemeinde Stemwede auf EDV-technischer Seite eine deutliche administrative Entlastung. Zudem verspricht die Nutzung der Geodateninfrastruktur des krz eine erhöhte Datensicherheit. Das Dokumentations- und Pflegemanagement sowie die Kombination der Baumdaten mit weiteren Geodatenbeständen bedeuten darüber hinaus einen erheblichen Mehrwert an Transparenz in den Bereichen Planung, Pflege und Rechtssicherheit.