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07.06.2019

Wissensmanagement und Personalplanung

"Digitaler Kompetenzscout" auf dem 7. Zukunftskongress in Berlin vorgestellt 

Im Rahmen eines von der Veranstaltungsfirma Wegweiser initiierten „U30 Barcamps“ kamen im März über 150 junge Kolleginnen und Kollegen aus dem öffentlichen Sektor zusammen, um Konzepte für die Digitale Verwaltung von morgen zu erarbeiten (Wir berichteten). Als Resultat entstanden 18 Konzepte, von denen es fünf in die Endrunde schafften. Diese fünf bis zur Produktreife auskonzipierten Ideen wurden am 27.05.2019 auf dem 7. Zukunftskongress Staat & Verwaltung im Kuppelsaal  des Berliner Congress Centers (bcc) präsentiert – vor knapp 200 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern.

Eine Expertenjury, bestehend aus Ernst Bürger (BMI), Dr. Annette Schmidt (FITKO) und Christoph Verenkotte (Präsident Bundesverwaltungsamt) sowie Christian Pfromm (CDO und Leiter SK ITD) bewertete im Anschluss die vorgestellten Konzepte. Der Tenor: durchweg positiv. Von vielen Seiten wurde direkt Interesse an der Pilotierung in der Praxis bekundet.

Auch das Konzept „Digitaler Kompetenzscout“, an dem die krz-Mitarbeiterin Irina Fuchs aus dem Geschäftsbereich Digitalisierung mitgewirkt hat, erntete viel Lob. So haben beispielsweise Vertreter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie des Bundesverwaltungsamtes angekündigt, Gespräche zur konkreten Konzept-Umsetzung in der Praxis mit dem Team rund um den „Digitalen Kompetenzscout“ führen zu wollen.

Das Projekt geht davon aus, dass der öffentliche Dienst in seinen Beschäftigten über eine große Menge an stillen, also ungenutzten Fähigkeiten verfügt. Der „Digitale Kompetenzscout“ ist hierbei eine Datenbank als „Herzstück“ mit strukturiert aufgebauten und kategorisierten Informationen über die Kompetenzen der hauseigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Verbindung mit weiterführenden Schnittstellen – beispielsweise der Integration eines Chatbots, der Anbindung an die E-Akte im Personalwesen sowie der Vernetzung mit Kollaborations- und Kommunikations-Tools - ermöglicht der Digitale Kompetenzscout die gezielte Weiterentwicklung von Personal und Organisation im Bereich des Wissensmanagements. Darüber hinaus ist angedacht, ein sogenanntes „Mitarbeitermatching“ zu implementieren, um proaktiven Wissenstransfer zu unterstützen. Idealerweise könnte so eine Stellennachbesetzung in kürzester Zeit abgehandelt werden – komplett digital und ohne Medienbruch. Auch die Bildung agiler Teams über wenige Klicks ist dann keine Zukunftsmusik mehr.

Zusammenfassend gesprochen ist der Digitale Kompetenzscout ein wichtiger Akteur, um die Auswirkungen des vorherrschenden Fachkräfte- und Nachwuchsmangels zu verringern. Weiterhin kann er die Qualität und Nachhaltigkeit der Personalentwicklung maßgeblich fördern.

Das vollständige Konzept ist unter folgendem Link abrufbar:
https://barcamp.zukunftskongress.info/de/bc/ergebnisse/konzept1 

Auf großer Bühne: Der Kompetenzscout wird präsentiert.