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05.04.2019

Migration abgeschlossen - Flexible Bezahlmöglichkeiten

Service und Betreuung der Bürgerservice-Portale jetzt aus einer Hand

Von der Antragstellung über die Bearbeitung bis zur Bezahlung. Das Bürgerservice-Portal (BSP) des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) vereint online alle Anträge und Abläufe, die für Bürgerinnen und Bürger relevant sind.

Dafür wurden Ende des Jahres 2018 die krz-Kommunen, die bisher über das elektronische Bezahlsystem des Herstellers AKDB liefen, nun auf das ePayBL-System des krz umgestellt. Die in 2017 ausgerollten Portale wurden direkt an das krz-System angedockt. Nun folgten auch die Bürgerservice-Portale, die bereits 2014 an den Start gegangen waren: die Kreise Lippe, Herford, Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie die Stadt Hagen. Die Stadt Lage als erster Pilotkunde des krz war schon vor einigen Monaten ‚umgezogen‘. Im Zusammenhang mit dem Umzug erfolgte auch die Anbindung über die Schnittstelle GirocheckOut.

Somit ist nun eine vollumfängliche Betreuung aller Bürgerservice-Portale des krz mit nur noch einem Ansprechpartner möglich. Wenn es nun Fragen oder Probleme in Bezug auf die Kassenverfahren gibt, können diese direkt mit den krz-Kollegen der Abteilung Finanzservice gelöst werden.

Das Bürgerservice-Portal des Herstellers AKDB wird seit 2014 vom krz bereitgestellt. Es bietet den Bürgerinnen und Bürgern einen digitalen Zugang zu ihrer Kommune und ermöglicht dieser die vollständige elektronische Abwicklung von Verwaltungsvorgängen.

Unabhängig von Öffnungszeiten können sich Bürgerinnen und Bürger nun um viele offizielle Belange kümmern. Erleichtert wird dies durch das Bürgerkonto. In diesem erfasst der Beantragende einmal seine allgemeinen Daten, die in Folge immer automatisch in das jeweilig benötigte Formular z. B. bei der Beantragung einer Meldebescheinigung eingefügt werden. Bereits in Planung ist zudem die Einbindung des landesweiten „Servicekonto.NRW“ – nach einmaligem Registrieren wird dies den schnellen und bequemen Zugang auf Dienstleistungen der Verwaltungen überall im Land ermöglichen. Ein Anstehen im Bürgerbüro ist nicht mehr nötig. Das Einrichten eines Bürgerkontos ist jedoch nicht verpflichtend für die Nutzung des Bürgerservice-Portals. 

Auch für die Beschäftigten in der Verwaltung werden die Arbeiten flexibler. Die Behörde wird bei Eingang eines neuen Anliegens benachrichtigt und kann bequem in die Bearbeitung einsteigen. Anträge werden direkt und medienbruchfrei ins Fachverfahren integriert, so dass eine unkomplizierte Weiterbearbeitung im Backoffice unmittelbar erfolgen kann. Sofern Gebühren für Verwaltungsverfahren anfallen, werden diese per E-Paymentzahlung direkt online durchgeführt. Damit wird die ab 01.01.2019 erforderliche gesetzliche Anforderung des E-Government Gesetzes NRW für gebührenpflichtige Services erfüllt.

Aufgrund der Zahlungsgarantien der Provider können Geschäftsprozesse in der Verwaltung unmittelbar nach Antragseingang weiter bearbeitet werden. Eine Rücksprache mit der Kasse entfällt und Antragstellerinnen und Antragssteller erhalten so schneller ein Ergebnis.

Seit Ende des Jahres 2017 bietet das krz mehrere Bezahlmöglichkeiten im Bürgerservice-Portal an. Waren zu Anfang nur Kreditkarten und GiroPay möglich, kann ein gebührenpflichtiger Fachdienst z. B. eine Meldebescheinigung nun auch mit PayPal oder paydirekt bezahlt werden. Ein elementarer Vorteil von PayPal ist es, dass via PayPal getätigte Zahlungen sofort dem Zahlungsempfänger gutgeschrieben werden und somit beispielsweise die sonst übliche Banklaufzeit einer Überweisung entfällt. Der Dienst paydirekt ist der kostenlose Bezahlservice der deutschen Banken und Sparkassen. Online-Einkäufe werden damit direkt über das Girokonto bezahlt – mit wenigen Klicks, ohne IBAN oder Kartennummer und so sicher und selbstverständlich wie Einkaufen mit der girocard im Supermarkt.

Auch die Stadt Lemgo bietet seit Ende 2018 nicht nur kostenlose, sondern auch gebührenpflichtige Fachdienste an, dabei sind die Zahlwege GiroPay und Paydirekt möglich.

Mit Hilfe des Bürgerservice-Portals können die Kommunen die Verpflichtungen aus dem Online-Zugangs-Gesetz (OZG) erfüllen, bis spätestens Ende 2022 die Durchführung ihrer Verwaltungsverfahren mit Bürgerinnen und Bürgern oder Unternehmen auf dem elektronischen Weg anzubieten.

Das Angebot an Diensten, die direkt in die elektronische Bearbeitung in den Verwaltungen eingebunden sind, wird sukzessiv erweitert.

So wurde der Fachdienst Wunschkennzeichen, der bisher nur mit externem Link im Bürgerservice-Portal beim Kreis Herford und Landkreis Minden-Lübbecke aufruf- und nutzbar war, direkt ins Bürgerservice-Portal migriert.

Eine weitere der Leistungen, die das OZG betrifft, ist die Osterfeueranmeldung. Hierfür hat das krz selbst eine Online-Lösung entwickelt. Alle Erläuterungen zu dem Verbrennungsort und den gegebenen Sicherheitsvorschriften sind im Bürgerservice-Portal hinterlegt. Wer ein Feuer anmelden möchte, kann dies über die Eingabe seiner persönlichen Daten und gegebenenfalls mit einer Ortsangabe zu der Feuerstelle vornehmen. Ein Bemerkungsfeld steht ebenfalls zur Verfügung. Am Ende des Dienstes erhalten die Bürgerinnen und Bürger eine PDF-Datei mit ihren angegebenen Daten zum Herunterladen. Falls die Anmeldenden ein bestehendes Bürgerkonto besitzen, wird das Formular automatisch mit ihren persönlichen Daten befüllt und die Bestätigung der Osterfeuer-Anmeldung wird ihnen in ihrem Online-Postkorb übermittelt. Diese Daten erhält ebenfalls die Kommune und der Sachbearbeitende kann im Anschluss eine schriftliche Genehmigung erteilen.

Aktuell haben die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stemwede der Stadt Rahden und der Stadt Lübbecke die Möglichkeit, ihr Feiertagsfeuer über das Bürgerservice-Portal online anzumelden.