Seiteninhalt

Welche Ursache können Trennungen von Verbindungen haben?

Eine Anmerkung vorweg

Vom Webinterface wird der Anwender automatisch nach einer gewissen Zeit abgemeldet. Da es sich bei dem Webinterface lediglich um eine generierte Webseite handelt, wirkt sich dies in keinster Weise auf die Verbindungen zu den Applikationen/Verfahren aus, im Gegenteil kann der Web-Browser auch sofort nach dem Öffnen der Anwendung geschlossen werden.

Gemeint ist dieses Verhalten

Ein Sachbearbeiter hat eine geöffnete Sitzung mit einer Applikation des krz geöffnet und diese wird mit einem nichtssagenden Hinweis wie »Ihre Verbindung wurde getrennt« einfach unterbrochen. Wenn die Applikation über das Webinterface wieder aufgerufen wird, erscheint sie sofort wieder exakt an der unterbrochenen Stelle und kann weiterverwendet werden. Das ist gemeint mit einer getrennten Verbindung. Wenn die Applikation mit einer Fehlermeldung aussteigt und bei Neustart wieder neu angemeldet werden muss, liegt ein Fehler in der Software oder deren Konfiguration vor – das kann aber hier nicht behandelt werden, sondern sollte mit dem Verfahrensbetreuer besprochen werden.

Diagnosetipps

Bitte berücksichtigen Sie vor dem Weiterlesen unbedingt das Kapitel Was ist beim Einsatz eines Proxy-Servers zu beachten? weiter oben im Dokument!

Leitungsprobleme

Für die Applikationen auf unseren XenApp-Servern sind keinerlei automatische Verbindungstrennungen konfiguriert, das heißt, dass eine Anwendung morgens um sieben gestartet und den ganzen Tag ignoriert werden kann, ohne dass die Verbindung geschlossen wird. Sollte trotzdem die Verbindung getrennt werden und eine diesbezügliche Fehlermeldung erscheinen, sind davon entweder alle unsere Kunden betroffen (was entsprechend unserer redundanten Anbindung sehr unwahrscheinlich ist und sofort in hektischer Betriebsamkeit unsererseits resultieren würde), oder die Ursache ist in der Internetverbindung auf Kundenseite zu finden.
Oftmals sind DSL-Anbindungen betroffen, die am Limit der Leitungslängen zwischen Vermittlungsstelle und Hausanschluss betrieben werden oder die für einen stabilen Betrieb mit zu hoher Bandbreite konfiguriert sind. Ebenso kommt es häufig vor, dass die 24stündliche Verbindungstrennung nicht nachts erfolgt, sondern irgendwann mitten während der Arbeitszeit. Beim Surfen oder Mailverkehr stellt man diese Probleme im Normalfall nicht fest, da nur immer kurzfristig ein paar Dateien übertragen werden, die teils automatisch wiederholt angefordert werden und die man auch jederzeit nochmal anfordern kann (F5). Bei einer Verbindung des Citrix Receivers zum XenApp-Server hingegen wird diese einmal pro Minute überprüft (wenn sie gerade im Leerlauf läuft und keine Änderungen in der Bildschirmausgabe erfolgen) oder es werden ständig Daten hin- und herübertragen. Da die Toleranzen aber recht großzügig sind, weisen regelmäßige Verbindungsabbrüche auf eine sehr schlechte Leitungsqualität oder die tägliche DSL-Trennung mit einhergehender neuer IPv4-Adresse hin.

Wenn die Leitungsqualität selbst nicht beanstandet werden kann, besteht noch eine andere Möglichkeit. Wir haben in besonders hartnäckigen Problemfällen beobachten können, dass die Leitung stark ausgelastet war. Eine starke Leitungsauslastung, insbesondere im Upstream, führt ebenfalls mit hoher Sicherheit zu Verbindungsabbrüchen. Bedenken Sie bitte, dass eine DSL-Verbindung im Upstream normalerweise nur einen Bruchteil der Kapazität hat, wie sie im Downstream zur Verfügung stellt. Eine länger laufende Datenübertragung, die den Upstream vollständig auslastet, lässt kaum noch Pakete für andere Zwecke durch. Ergebnis: Die Keep-Alive-Pakete und Antwortpakete der XenApp-Verbindung gehen verloren, die Verbindung bricht ab.

Proxys, (Application-) Firewalls, Personal Firewalls, Internet-»Security«-Software

Ein weiterer, extrem häufig auftretender Grund für getrennte Verbindungen lässt sich vielfach in der Konfiguration des lokalen Proxy-Servers oder der Firewall finden: z.B. können Sie Timeout-Werte für eine Dauerverbindung aufweisen, auf Port 443 (SSL / HTTPS) keine Dauerverbindung zulassen, eine SSL-Verbindung aufzubrechen und zu überprüfen versuchen, etc. Leider gibt es zu viele verschiedene Produkte mit zu vielen individuellen Konfigurationsmöglichkeiten, um dieses Thema in diesem Rahmen umfassender zu behandeln. Dennoch sollte das Abklopfen dieses Abschnitts der wichtigste zu prüfende Punkt sein!!

Es gab auch schon Fälle, in denen eine Client-Firewall (nicht die beim Betriebssystem mitgelieferte) oder ein Internet-»Security«-Paket die erfolgreiche Kommunikation des Browsers mit dem Server gestört hat. Meist ist solche Software allerdings dafür verantwortlich, dass gar keine Verbindung aufgebaut werden kann: Der Citrix Receiver muss in der Software korrekt berechtigt werden.

Sollte eine Verbindung abbrechen, kann man sie innerhalb einer halben Stunde einfach neu aufbauen und wird wieder mit der noch vorhandenen, getrennten Sitzung verbunden, das heißt, dass die letzten Eingaben noch vorhanden sind und nichts verloren gegangen ist. Nach Ablauf dieser halben Stunde werden getrennte Sitzungen abgemeldet.