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16.10.2020

krz erstellt Medienentwicklungsplan für Porta Westfalica

Vorhaben wurde einstimmig beschlossen

Mundpropaganda und gute Erfahrungen. Das waren die Gründe dafür, dass die Kommune Porta Westfalica das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) Ende 2019 damit beauftragte, einen Medienentwicklungsplan (MEP) für die Schulen der Stadt zu entwickeln. „Das krz kennt unsere Strukturen“, sagt die Fachbereichsleiterin Bildung, Jugend und Sozialwesen Ulrike Luthe. „Wir waren zwar bis 2017 nicht Teil des Zweckverbandes, haben aber jahrelange Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem krz. Außerdem haben Kommunen in der Nachbarschaft davon berichtet, wie erfolgreich das krz bei ihnen einen MEP erstellt hat.“

Die erhöhten Anforderungen in den Bildungseinrichtungen bedingten den Auftrag. „Bisher haben wir nur feste PC-Räume und wenig mobile Geräte in den Schulen“, beschreibt Luthe die Ausgangssituation. „Außerdem war kein flächendeckendes WLAN vorhanden. Da war schon vor Corona klar, dass wir modernisieren müssen.“

Dann ging es sehr schnell. „Bereits im Januar hatten wir ein Auftakttreffen und die Arbeiten des krz-Teams waren sehr flüssig und strukturiert“, lobt die Schulbeauftragte. Und dann – aufgrund von Corona – doch langsamer als geplant. „Eigentlich hatten wir vorgehabt, den Plan vor den Sommerferien zu beschließen, aber aufgrund des Lockdowns haben sich Sitzungen einfach verzögert. Umso zügiger haben wir den MEP jetzt im September verabschiedet. Zwischen dem 1. und dem 7. September war der Plan genehmigt – einstimmig“, berichtet die Fachbereichsleiterin.

Hat Corona bei der Meinungsbildung im Rat eine Rolle gespielt? „Natürlich haben uns die Schulschließungen noch einmal besonders vor Augen geführt, wie wichtig die Digitalisierung ist. Von daher war es auch sehr gut, dass wir uns bereits auf dem Weg befunden haben.“

Der Medienentwicklungsplan bietet eine Grundlage dafür, was in den nächsten Jahren angeschafft und eingerichtet werden muss, denn Digitalisierung ist auch heute mehr als Tablets und Laptops. Die Schulen sind dabei immer eng in den Prozess eingebunden. Eingangs macht sich das krz mithilfe von Fragebögen ein Bild vom Ist-Zustand. Auf dieser Grundlage führt das Team dann vor Ort Gespräche mit den Verantwortlichen zur pädagogischen Ausrichtung sowie zu den Anforderungen an die IT-Infrastruktur und Ausstattung. Zudem beinhaltet der Plan IT-Support sowie konkrete Empfehlungen zur Umsetzung. Und nicht zuletzt ist er Entscheidungsgrundlage für die Politik, gibt Planungssicherheit für Stadt und Schule und ist Voraussetzung für Fördergelder, beispielsweise aus dem Digitalpakt.

In Porta Westfalica umfasst der MEP unter anderem die Ertüchtigung der Infrastruktur, so werden alle Schulen mit flächendeckendem WLAN ausgestattet, und die Anschaffung von Ausrüstung wie z.B. Touchdisplays oder Tablets für die Schüler. Auch die klassischen EDV-Räume in den weiterführenden Schulen werden für den Informatikunterricht erneuert.

Finanziert wird die Digitalisierung der Schulen in der Stadt am Weserdurchbruch unter anderem über den Digitalpakt. Der Medienentwicklungsplan umfasst rund 2,2 Millionen Euro, dazu kommen die Kosten für die Verkabelung. Knapp eine Million Euro Fördermittel sind für das Projekt bewilligt, den Rest finanziert die Kommune aus den Haushaltsmitteln der nächsten vier Jahre.

Im nächsten Schritt sind nun die Verkabelung und das Legen der Glasfaseranschlüsse geplant. Hier werden auch Fördermittel von Bund und Land eingesetzt. Dann geht es an die Einrichtung des WLAN. Die Ausrüstung mit Präsentationstechnik ist für den Zeitraum 2021 bis 2024 geplant, gemeinsam mit der Anschaffung von mobilen Endgeräten für Schüler und Lehrer. Um die Schulen mit ihrer gewachsenen Ausstattung besser betreuen zu können, wird außerdem die Personalausstattung erhöht. Eine weitere Stelle im Schulbereich der Kommunalverwaltung ist für die IT an den Schulen und den Support bewilligt.

Eine besondere Herausforderung war dabei, dass einige Grundschulen in diesem Jahr saniert werden. „Um Doppelarbeiten zu verhindern haben wir also schon während der Entwicklung des Planes Aspekte z.B. zur Verkabelung hier miteinbezogen. Das krz mit dem Team um Malte Osterhagen war da sehr flexibel, und wir konnten jederzeit anrufen, so z.B. mit Fragen, die spontan vor Ort aufgetaucht waren“ lobt Luthe die Erreichbarkeit der Fachleute in Lemgo. „Die freundliche und kompetente Art des krz, die Schulen mit einzubeziehen, hat sich sehr bezahlt gemacht. Lehrer und Verwaltung fühlten sich immer mitgenommen und so ist die Akzeptanz des Planes bei den Schulen sehr groß. Es kann also losgehen!“ freut sich Ulrike Luthe.

Porta Westfalica