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11.01.2019

Einführung von Open Source GIS-Software (QGIS) bei den Stadtwerken Bad Oeynhausen

krz unterstützt bei Umstellung des Kanalkatasters

Der Geschäftsbereich Geoinformationssysteme des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) hat die Stadtwerke Bad Oeynhausen bei der Umstellung ihres Kanalkatasters unterstützt.

Ein Kanalkataster dient Abwasserentsorgungsunternehmen u.a. zur Dokumentation von Instandsetzung, Sanierung und Erneuerung ihrer Leitungen. Die Kommunen sind verpflichtet, Zustand sowie Art, Ausmaß und Lage von Schäden in den Abwasserkanälen zu beschreiben und in Form eines Katasters zu dokumentieren. Aufgrund der Datenmengen und der insgesamt sehr aufwendigen Dokumentation ist es sinnvoll, dies innerhalb eines Geoinformationssystems zu tun.

Um ihre Geodaten in diesem Bereich darzustellen und zu bearbeiten haben die Stadtwerke von ArcGIS (ESRI) zu QGIS (Open-Source-Desktop-GIS) gewechselt. Die für QGIS aufbereiteten Geodaten der Stadtwerke werden damit jetzt im krz gehostet und unterliegen hier den gemäß BSI-Zertifizierung geltenden Sicherheitsstandards.

Im Zuge der Softwareumstellung in Bad Oeynhausen wurden sowohl Vektor- als auch Rasterdaten umgesetzt, die nun im QGIS-Projekt in der altbekannten Ausgestaltung abrufbar sind. Zusätzlich wurden CAD-Daten (.dwg- und .dxf-Dateien) in das QGIS-Projekt implementiert.

Die Liegenschaftsdaten, die im krz innerhalb einer PostgreSQL/PostGIS-Datenbank gehostet werden, werden über das QGIS-ALKIS-Plugin (norBIT GmbH) in QGIS dargestellt (nahezu amtliche Kartendarstellung) und je nach Berechtigung eines jeweiligen Benutzers kann der Zugriff auf die zugehörigen Eigentümerdaten erfolgen.

Zudem realisierte das krz den Wunsch der Stadtwerke Bad Oeynhausen, die Liegenschaftsflächen öffentlicher Eigentümer entsprechend auszugestalten. Somit ist nun auch auf einen Blick sichtbar, welche Flächen der öffentlichen Hand gehören.

Darüber hinaus können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke als Folge der Umstellung jetzt auf die vom krz entwickelte Adressnavigation und Flurstücksnavigation zugreifen.

Neben der Umsetzung der bereits vorhandenen Geodaten bestand mit der Einführung von QGIS der Bedarf, den Datenbestand zu erweitern. So wurden vom krz aktuelle Luftbilder (Auflösung: 10 cm), historische Luftbilder, digitale Höhenmodelle (mit der Möglichkeit, Höheninformationen abzufragen) und topographische Karten mit eingebunden.

Zu Jahresbeginn 2019 sollen nun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke in der Anwendung von QGIS unterwiesen werden. Die Schulung wird durch den Geschäftsbereich Geoinformationssysteme des krz durchgeführt, der über langjährige Erfahrung in QGIS verfügt, um das Projekt „Einführung QGIS“ erfolgreich abzuschließen.