Seiteninhalt
12.10.2018

Bundesdruckerei GmbH im krz

Präsentation des Bürgerkoffers

Die Bundesdruckerei ist traditionell bekannt für das Drucken von Pass- und Ausweisdokumenten. Bei ihrem Besuch im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) präsentierten Dr. Elisabeth Grießl und Jan von Lübtow allerdings ihre neuen Angebote im Bereich der digitalen Verwaltungskommunikation.

Mit eigenem Tintenstrahldrucker, Flachbrettscanner, eigenem Router und Änderungsterminal für Personalausweise sowie weiteren Funktionen ist der Bürgerkoffer ein tragbares Büro. Damit verfügt ein Bürgeramtsmitarbeiter über alles, was er benötigt um einen Personalausweis oder einen Reisepass zu beantragen. „Über einen integrierten Laptop können die Daten des betroffenen Bürgers aufgerufen werden, während die nötige Softwaren des Meldeamtes über einen sicheren Zugang im kommunalen IT-Netz bereitgestellt wird“, betont Dr. Elisabeth Grießl bei ihrer Präsentation des Bürgerkoffers vor den IT-Spezialisten des krz. Mit dem Gerät können auch außerhalb des Meldeamtes Ausweise verlängert, Führerscheine beantragt und Geburtsurkunden abgeholt werden. Jan von Lübtow erläutert: „Der Bürgerkoffer soll vor allem im ländlichen Raum zum Einsatz kommen, wo die Behörden weitläufiger verteilt sind, oder Senioren zur Verfügung stehen, denen die nötige Mobilität für einen Amtsbesuch fehlt.“

Parallel zum Bürgerkoffer stellen die beiden vortragenden das Self Service Terminal vor, mit dem die Antragsteller ihre persönlichen Daten in den Behörden eigenständig erfassen können. Durch eine Kamera und einen Fingerprint-Scanner können Bild- und Biometriedaten des Nutzers direkt am Terminal erfasst und über eine BSI-Datenverschlüsselung an den zuständigen Sachbearbeiter übermittelt werden.

Um die Echtheit erstellter Dokumente schnell und sicher zu verifizieren bietet die Bundesdruckerei zudem das Paket VISOCORE® OFFICE, bestehend aus der Hardware VISOTEC® Expert und der Software VISOCORE® Verify an. Damit können die optischen und elektronischen Sicherheitsmerkmale von Dokumenten aus den unterschiedlichsten Bereichen geprüft und Auffälligkeiten sofort erkannt werden. Die anschließende Zertifizierung erfolgt mit der D-TRUST Siegelkarte ebenfalls elektronisch und entspricht dabei einem eIDAS konformen Behördensiegel und Unternehmensstempel.

„Dank der Digitalisierung verabschieden wir uns von den Zeiten, in denen Bürger sich für eine bloße Unterschrift auf das Amt bemühen mussten“, erklärt Jan von Lübtow zum Abschluss des Besuches. Mit der Fernsignatur-Lösung sign-me zum digitalen unterschreiben können papierbasierte Unterschriftsprozesse ab sofort durchgängig elektronisch abgewickelt werden. Der Einsatz von sign-me ermöglicht die Nutzung aller Signatur-Niveaus der eIDAS-Verordnung – von der einfachen über die fortgeschrittene bis hin zur qualifizierten elektronischen Fernsignatur. Letztere ist der handschriftlichen Unterschrift in der Rechtswirkung völlig gleichgestellt. Auch bestimmte Endgeräte sind nicht mehr erforderlich, da sign-me einfach vom PC, Tablet oder Smarphone aus rechtssicher und EU-weit genutzt werden kann.

Diese neuen Anwendungen stoßen beim Lemgoer IT-Dienstleister, im Rahmen des E-Government-Gesetzes Nordrhein-Westfalen, auf großes Interesse und bieten effektive Digitalisierungslösungen für die Verbandskommunen des krz.