Seiteninhalt
13.01.2020

Besuch der FHöV im krz

Digitalisierung gemeinsam denken!

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen besuchten Studierende der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (Standort Bielefeld) das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz), um ihr Wissen über Digitalisierung und E-Government zu vertiefen. Dieses breitgefächerte Thema ist mittlerweile fester Bestandteil im Lehrplan des Studiengangs "Bachelor of Laws".

Michaela Lehnert, stv. Abteilungsleiterin Bürgerservice, E-Government und Geoinformationssysteme, übernahm die Aufgabe den Besuchern das krz und sein breites Produkt-Portfolio vorzustellen. Der ostwestfälische IT-Dienstleister arbeitet bereits seit vielen Jahren an Lösungen zur digitalen Transformation: Zentraler Anspruch des krz ist dabei, nicht nur die Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung digital sowie medienbruchfrei zu gestalten, sondern diese in einen vereinfachten stringenten Ablauf zu integrieren, der die Prozesse in den Kommunen unterstützt.

Als konkretes Digitalisierungsbeispiel stellte Dennis Bahl dem Publikum die krz-eigene Lösung „Anliegenmanagement“ vor. Über das "Anliegenmanagement" des Lemgoer IT-Dienstleisters können Bürger der Kommune einfach und digital beispielsweise eine defekte Straßenlaterne melden, damit diese zeitnah repariert werden kann. Die schnelle und intuitive Handhabung soll dabei möglichst viele Bürger dazu bewegen, die Verwaltung über Probleme in der öffentlichen Infrastruktur zu informieren. Anschließend präsentierte Irina Fuchs die krz-Applikation namens „Ula“. Die „Unterlagen App“ wurde im Jahr 2019 entwickelt, damit Bürgerinnen und Bürger verwaltungsintern benötigte Unterlagen künftig einfach und digital über ein mobiles Endgerät einreichen können. Das vordergründige Ziel der Entwicklung war dabei, das Papieraufkommen zu minimieren und für die Bürgerinnen und Bürger einen elektronischen Kanal zur Verwaltung zu schaffen. Darüber hinaus stellte Jonas Linde die vom krz eigens entwickelte Plattform „OZG-Kompass“ vor, die alle für das Onlinezugangsgesetz (OZG) relevanten Leistungen einer Kommune visualisiert.

Abschließend referierten Jan-Hendrik Reese und Skrollan Braubach zu den Themen „Blockchain in der Verwaltung“ und „Design Thinking in der Praxis“. Letzteres war auch die Grundlage für den nachfolgenden Workshop, unter Anleitung der krz-Dozenten. Aufgeteilt in vier „Arbeitsgruppen“ tüftelten und bastelten, brainstormten und diskutierten die 25 Teilnehmenden knapp zwei Stunden lang an Flipcharts und Stellwänden. Zu der Frage „Wie kann die Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung mit innovativen Mitteln verbessert werden?“ sollte ein Prototyp gestaltet und der anwesenden Runde – im Rahmen eines Kurzvortrags oder eines Sketches – präsentiert werden. Die Ergebnisse der jungen Verwaltungskräfte konnten sich dabei sehen lassen: Eine Gruppe erdachte eine Smartphone-App, die die Bürger nicht nur proaktiv an behördliche Termine erinnert, sondern es ihnen auch ermöglicht Unterlagen – wie beispielsweise einen Kontoauszug – direkt abzufotografieren und digital an die Verwaltung zu übermitteln. Eine andere Gruppe entwickelte eine Anwendungsidee mit dem Ziel, durch einen sog. „Chatbot“ und eine digitale Identifikationsmöglichkeit eine reibungslose sowie sichere Kommunikation zwischen Bürger und Behörde sicherzustellen.

Am Ende der Veranstaltung zogen die Teilnehmenden ein positives Fazit: Neben dem Spaß den alle beim Design Thinking Workshop hatten, verdeutlichten die gemeinsam erstellten Konzepte den klaren Nutzen, den die Digitalisierung für die Behörden sowie die Bürgerinnen und Bürger hat.