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14.03.2019

30 Jahre World Wide Web

Das Internet ist seit seiner Geburtsstunde im stetigen Wandel

„Informationsmanagement: Ein Vorschlag“: Das Thesenpapier, das der Physiker Tim Berners-Lee vor 30 Jahren am Cern entwarf sollte den weltweiten Datenaustausch zwischen Forschern vereinfachen, doch die Geburtsstunde des Internets war nicht nur eine bahnbrechende Entwicklung für die Forschungsgemeinschaft. Mittlerweile ist die Hälfte der Weltbevölkerung online und das Prinzip des freien Webs umstrittener denn je.

Nach der Entwicklung des Hypertext Transfer Protocol (http), des ersten Web-Servers, -Browsers und Editors, gemeinsam mit seinem Cern-Kollegen Robert Cailliau, stellte Tim Berners-Lee sein Projekt öffentlich vor. Im August 1991 ging das World Wide Web damit offiziell online. Seitdem sind ca. drei Milliarden Websites entstanden, die auf Berners-Lees Schlüsselkomponenten http, HTML, und URL basieren. Seinen Erfolgszug verdankt das Internet dabei der Entscheidung des Cern die WWW-Software frei zugänglich zu machen und jedem Nutzer zu erlauben sie zu verwenden und zu verbessern. Gleichzeitig verzichtete Tim Berners-Lee auf eine Patentierung, um die Entwicklung der Software und den grundlegenden freien Austausch zu fördern.

Nach 30 Jahren hat das World Wide Web jedoch einige Schattenseiten entwickelt: Fake News, Cyber Mobbing, Wahlmanipulationen, Urheberrechtsverletzungen und das Sammeln persönlicher Daten sind nur einige der aktuellen Entwicklungen, die der Begründer des Internets damals nicht voraussehen konnte.

Nun wirbt er mit seiner Stiftung „Web Foundation“ dafür, dass Firmen, Regierungen und Zivilisten einen „Vertrag für das Web“ ausarbeiten, um die Integrität von Online-Informationen sicherzustellen. Dabei wendet er sich besonders an Unternehmen, deren Gewinnstreben nicht auf Kosten von Menschenrechten, der Demokratie, wissenschaftlicher Fakten und der öffentlichen Sicherheit gehen darf.

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