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08.12.2021

Digitalisierung, durchgängig und übergreifend

Vitako-Mitglieder eröffnen Diskurs über künftige Ausrichtung

Berlin, 1. Dezember 2021. Vitako – die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. – hat am 18./19. November seine Mitgliederversammlung erneut digital abgehalten. Thematisch stand die im Laufe dieses Jahres begonnene Debatte zur künftigen Ausrichtung der kommunalen IT-Dienstleister in der sich rasant entwickelnden Digitalisierung im Mittelpunkt – die Versammlung machte den Auftakt für intensivere Diskussionen und Austauschformate im kommenden Jahr. Beschlüsse wurden während der Online-Konferenz in einem vereinfachten Verfahren digital getroffen. Auf diesem Wege wurde auch der Jahresabschluss bestätigt und der Vorstand für das vergangene Wirtschaftsjahr entlastet.

Nach vier Jahren Onlinezugangsgesetz (OZG) ist klar, dass das Gesetz in seiner bisherigen Form nicht ausreicht, um die öffentliche IT durchgängig modern aufzustellen. Die direktere „digitale Zuwendung“ zu den Bürgerinnen und Bürgern erfordert eine ganze Reihe weiterer Transformationsschritte – vom Front- bis ins Backend. Zudem stehen neue cloudbasierte Techniken und übergreifende Verfahren zur effizienten Zusammenarbeit zur Verfügung. Diese Möglichkeiten gilt es, zur Kollaboration zu nutzen, um Kommunen, Bund und Länder gemeinsam voranzubringen. Ein „digitaler Föderalismus“ wird künftig vor allem über Plattformen auszugestalten sein. Daran wollen sich die kommunalen IT-Dienstleister beteiligen. „Es liegt eine große Transformation vor uns“, erklärte der VITAKO-Vorstandsvorsitzende Dr. Rolf Beyer. „Nach der Binnendigitalisierung in den Behörden müssen sich die vorhandenen Prozesse nun möglichst durchgängig zu den Bürgerinnen und Bürger hin öffnen. Es gilt, ihnen „vom Sofa“ aus Zugang zu den Leistungen der Verwaltung zu bieten.“ In diesem Veränderungsprozess, sagte Beyer, würden Zuständigkeiten, Aufgaben, Anforderungen und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt. „Als kommunale IT-Dienstleister werden wir uns noch stärker an Prozessen orientieren und standardisierte Verfahren voranbringen, um vorhandene Lösungen besser gemeinsam nutzen zu können. Neben engerer Zusammenarbeit wird sich die Konsolidierung fortsetzen – auch hier werden sich unsere Mitglieder zukunftsfähig aufstellen.“ Dabei können sich Geschäftsmodelle verändern und neue Aufgaben entstehen, unterstrich Beyer.

„Die Mitgliederversammlung war ein guter Start, um die künftige Ausrichtung und die Aufgaben des Verbands mit den Mitgliedern zu diskutieren und zu gestalten“, sagte VITAKO-Geschäftsführer Dr. Ralf Resch. „VITAKO wird sich in weiteren Formaten mit seinen Mitgliedern mit den kommenden Veränderungen auseinandersetzen, nach neuen Lösungen suchen und dadurch von operativer Seite einen Beitrag zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung leisten.“

VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. Mehr als 50 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen – darunter auch als Gründungsmitglied das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) – mit mehr als 15.000 Beschäftigten bündeln in Vitako ihr Know-how. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Vitako-Mitgliedsunternehmen rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren einen jährlichen Umsatz von ca. drei Milliarden Euro.