Seiteninhalt
16.02.2018

Bestandsaufnahme mit externer Unterstützung

4. Treffen der E-Government-AG im krz

Wer große Schritte machen will, sollte wissen, wo er steht. Aus diesem Grund hat das krz das Institut für Verwaltungsmanagement, Mittelstandsforschung und Zukunftsplanung (IVM²) damit beauftragt, die E-Government AG zu begleiten.

Auf der 4. Sitzung der Arbeitsgruppe am 16.01.2018 stellte das Institut im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) die gemeinsame Planung für eine Bestandsaufnahme und Bewertung des Digitalisierungsstatus‘ mit anschließenden Handlungsempfehlungen in acht Referenzkommunen im Verbandsgebiet vor.

Das Projekt beginnt mit einer systematischen Bestandsaufnahme vor Ort aus der Innen- wie auch der Außensicht. Die Außensicht wird über ein sogenanntes „Mystery Shopping“ erfasst, dabei werden fünf Kategorien bewertet:

  • Suchfunktionalitäten nach E-Gov-Angeboten für Bürger und Unternehmen 
  • Übersichtlichkeit der E-Gov-Angebote 
  • Ansprechpartner-Services 
  • Formular-Services 
  • Kommunale E-Government-Angebote

In die Analyse der erhobenen Daten auf Basis von Referenzgrößen anderer Kommunen bringt die IVM² ihre Expertise aus ihrer vorherigen systematisierten Erhebungen ein und berücksichtigt gleichzeitig die Besonderheiten vor Ort.

Die Bewertung zieht Einflussfaktoren wie Gesetzesanforderungen, Prioritätensetzung, Zielsetzungen in der Verwaltung, Wünsche der Kunden vor Ort, technische Rahmenbedingungen, politische Beschlüsse usw. in Betracht. Auch parallele Entwicklungen zur Modellregion OWL oder Entwicklungen im krz werden hier einbezogen.

Aufgrund der Ergebnisse sollen sowohl individuelle als auch kollektive Handlungsempfehlungen für konkrete E-Gov-Strategien und E-Gov-Projektierungen sowie gemeinsame Themenfelder für die Arbeitsgruppe im 2. Halbjahr 2018 bis Ende 2019 erarbeitet werden.
Dabei werden Faktoren wie Aufbau- und Ablauforganisation sowie technische Gegebenheiten in den Kommunen ebenso berücksichtigt wie E-Government-Investitionen, E-Government-Strategie und nicht zu vergessen die konkrete Bedarfslage vor Ort.

Erklärtes Ziel ist dabei, die Ergebnisse auch auf andere Verwaltungen über die Referenzkommunen hinaus übertragen zu können.
Die acht Referenzkommunen, die in den kommenden Wochen an der seitens IVM² vorbereiteten, systematischen Bestandserhebung teilnehmen werden sind die Städte und Gemeinden Bad Oeynhausen, Stemwede, Kirchlengern, Lage und Detmold sowie die Kreise Herford, Lippe und Minden-Lübbecke. Diese stellen auch die Mitglieder der Steuerungsgruppe für die Arbeitsgemeinschaft.

Über die Kontaktaufnahme bzw. Terminierung vor Ort und die (Online-) Befragung der Referenzkommunen hinaus werden alle Mitglieder der AG E-Government die dafür erarbeiteten Arbeitshilfen und der Fragenkatalog als PDF Dokument erhalten, um sich ggf. in „Eigenregie“ den Fragestellungen zuwenden zu können.

Bis Ende Juni ist geplant, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die daraus resultierenden Empfehlungen zu präsentieren. Auch die Gremien des krz werden über die wesentlichen Inhalte, Zielsetzungen und Meilensteine sowie den Fortgang des Projektes unterrichtet. So stellte Michaela Lehnert, stv. Abteilungsleiterin Bürgerservice, E-Government und Geoinformationssysteme, den Status und die Vorgehensweise anlässlich der Strategiesitzung des Verwaltungsrats asm 14. 02. 2018 unter dem Tagesordnungspunkt ‚Der Weg zur digitalen Kommune‘ vor.

Gespannt auf die Bestandsaufnahme: die Steuerungsgruppe der E-Government AG. (Foto: krz)