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23.01.2018

20 Jahre Homeoffice

krz bietet flexible Arbeitsmöglichkeiten

Immer mehr Unternehmen gestatten ihren Arbeitnehmern, von zuhause aus zu arbeiten. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom ist der Anteil der Firmen, die ihren Beschäftigten ein Homeoffice ermöglichen, in den letzten 3 Jahren von 20 auf 30 Prozent gestiegen, und noch mehr erwarten, dass der Zugang weiter ansteigen wird.

Auch das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) ist sich dieses Trends bewusst und befürwortet ihn. „Wir vertreten die Philosophie, dass nicht nur das Gehalt ausschlaggebend für die Berufswahl ist, sondern viele Faktoren zusammenfließen. Wenn sich für einen Mitarbeiter die Lebenssituation ändert, beispielsweise die Pflege eines Angehörigen nötig wird, dann unterstützen wir das, wo es nur geht“, unterstreicht Reinhold Harnisch, Geschäftsführer des krz. „Ein flexibler Arbeitsplatz ist da das Mindeste. Genauso großen Wert legen wir aber auch auf das gute Miteinander unserer Belegschaft.“

Um den unterschiedliche Bedürfnissen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entgegenzukommen und ihnen so eine optimale Arbeitsleistung zu ermöglichen, haben Geschäftsleitung, Personalrat und Betroffene ganz individuelle Modelle entwickelt. Diese reichen von einem bis drei Tagen in der Woche im Homeoffice bis zu 20 Tagen im Jahr. Auch bei Teilzeitkräften ist Telearbeit möglich. Denn die Gründe sind ebenso verschieden: Bei einigen ist es die Pflege der Angehörigen, bei anderen der Ausgleich für betriebsbedingte Überstunden und bei den meisten die Betreuung von kleinen oder schulpflichtigen Kindern, die sie bewegt, zumindest einen Teil ihrer Arbeitsaufgaben von zuhause aus zu verrichten.

Die erste Mitarbeiterin, die von zu Hause aus während des Erziehungsurlaubs ihrer Tätigkeit nachging, war (und ist) Michaela Lehnert, stellvertretende Abteilungsleiterin Bürgerservice, E-Government und Geoinformationssysteme. Damals war die Technik noch nicht so komfortabel. Es wurde der eigene PC, ohne Anbindung an das krz genutzt. Die erste Aktivität war im Februar 1997 als Redaktionsmitglied die Einbindung des neuen krz-Logos in die krz-KurzInfo (Vorläufer des Newsletters „Update“) „Das Homeoffice ermöglichte mir die Betreuung meiner Kinder und gleichzeitig die fachliche Weiterentwicklung. Das krz konnte von meinem Know-how weiter profitieren“, beschreibt sie die Ausgangssituation. „Beim Wiedereinstieg nach Ende des Erziehungsurlaubs hat das auch die Einarbeitungszeit minimiert. Bis heute nutze ich das Homeoffice in unterschiedlicher Ausprägung, als Führungskraft habe ich meine Präsenzzeiten im krz wieder erhöht. Ich nutze das Homeoffice meist nur noch in den Randstunden."

Ein anderes Beispiel ist Dana Schrader, die im 200 Kilometer entfernten Freudenberg mithilfe von DSL und VPN-Tunnel die gleichen, anspruchsvollen Aufgaben erledigen kann wie in Lemgo. „Ich habe die Chance, meine Arbeitszeit in den Tagesablauf meiner Familie einzubauen: Ich kann morgens meine Kinder auf die Schule vorbereiten, dann die ersten Mails abrufen und nachdem das zweite Kind aus dem Haus ist, mit der eigentlichen Arbeit beginnen“, sagt Schrader. Spontanen Änderungen im Ablauf, etwa der Ausfall einer Schulstunde, kann sie ohne komplizierte Umorganisation des Arbeitsplatzes begegnen.

Diese Flexibilität trägt auch dazu bei, dass das krz als „Fairer Arbeitgeber“ ausgezeichnet wurde. Das Audit der Fairness Ratings GmbH aus Hildesheim bewertet neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf außerdem das Arbeitsumfeld. Auch die Aus- und Weiterbildung, sowie die betriebliche Teilhabe wurden zum weit überwiegenden Teil als vorbildlich organisiert bescheinigt.