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12.09.2023

Landesregierung

Gemeinsame Aufgabe One-Stop-Shop Digi-Sandbox.NRW

(Quelle: land.nrw.de, den 7. September 2023)

Mobilität im ländlichen Raum, grenzüberschreitende Rettungsdienste oder das Digitale Bürgerbüro: In Reallaboren können Technologien und Innovationen, die gesetzlich an Grenzen stoßen oder noch nicht rechtlich verankert sind, in realen Umgebungen erprobt werden. Sie sind ein Schlüssel für die digitale und nachhaltige Transformation, denn sie können neue Technologien und innovative Lösungen schnell und sicher in die Anwendung bringen. Gleichzeitig lässt sich herausfinden, wie das Recht zukunftsgerichtet weiterentwickelt werden kann, damit Innovationen rechtssicher entstehen können.

Nordrhein-Westfalen ist bislang das einzige Bundesland, das seit Dezember 2021 mit dem Webauftritt Digi-Sandbox.NRW mit einer interaktiven Karte auf mittlerweile 69 Reallabore an 83 verschiedenen Standorten hinweist. Das Netzwerk hat bereits 100 Mitglieder. Der Webauftritt dient als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle (One-Stop-Shop) für Reallabore.

Die Bundesregierung will ein Reallabore-Gesetz schaffen, das einheitliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für Reallabore bietet und neue Freiräume zur Erprobung von Innovation ermöglicht. Hierbei spielt die Einrichtung eines bundesweiten One-Stop-Shops für Reallabore eine zentrale Rolle. Digi-Sandbox.NRW dient dabei als Vorbild, durch eine Verzahnung der Angebote sollen Synergien geschaffen werden.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Wir wollen Erfolg versprechende Lösungen für die Zukunft aus Nordrhein-Westfalen hervorbringen. Die Bestrebungen des Bundes zeigen, dass Nordrhein-Westfalen schon früh den richtigen Weg eingeschlagen hat, um Reallaboren beste Rahmenbedingungen zu gewähren. Umso wichtiger ist der aktuelle Kabinettbeschluss, mit dem die Landesregierung Digi-Sandbox.NRW zu einer gemeinsamen Aufgabe erklärt.“

In Nordrhein-Westfalen werden bereits vielseitige Innovationen erprobt: Beispielweise werden in smarten Mobilitäts-Reallaboren autonome Busse auf möglichst effiziente und klimaschonende Weise durch Stadt und Land dirigiert. Solingen und Wuppertal erproben KI-Sensorik zur smarten Steuerung von Ampelanlagen für Fahrzeuge und Fußgängerinnen und Fußgänger. Daneben gibt es Projekte für das Energiesystem der Zukunft, wo neue Arten der Energieversorgung durch intelligente Vernetzung geprobt werden. In Soest werden Klimadaten erhoben, um so die Bevölkerung zum Beispiel frühzeitig vor Hitze warnen zu können.

Die Landesressorts werden nun gemeinsam daran arbeiten, Menschen aus verschiedensten Bereichen zusammenzubringen, die beim Ausprobieren guter Ideen voneinander lernen und voneinander profitieren und damit Macherinnen und Macher verknüpfen. Durch das große Potential, das Nordrhein-Westfalen mit einer exzellenten Hochschul- und Forschungslandschaft, dem Strukturwandelprozess im Rheinischen Revier, den Digi-Hubs und vielen weiteren Institutionen mitbringt, ist dieses gemeinsame Vorgehen bestens geeignet, effektive Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie den Klimawandel, die Energiekrise, die Mobilitätswende und die Lebensmittelversorgung zu finden, auszuprobieren und auszurollen.

Quelle: https://www.land.nrw/pressemitteilung/landesregierung-erklaert-one-stop-shop-digi-sandboxnrw-zu-geme