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11.05.2022

Girls' Day 2022

IT wieder hautnah erleben

Nach zweijähriger Pause öffnete das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) am 28. April seine Türen wieder für den Girls‘ Day 2022.

Der Aktionstag zur Förderung von Schülerinnen in MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) findet seit 2001 in Deutschland statt und wurde damals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Initiative D21 ins Leben gerufen. Durch praktisches Ausprobieren und den Austausch mit Expertinnen und Experten sollen jungen Mädchen so konkrete Vorstellungen von Zukunftsperspektiven in „frauenuntypischen Berufen“ vermittelt werden.

„Im krz beträgt der Frauenanteil mittlerweile über 50%, während der Anteil im technischen Bereich der OWL-IT sich immerhin auf 30% beläuft“, berichtete der stellvertretende Geschäftsleiter Martin Kroeger den sieben Girls‘ Day-Teilnehmerinnen zum Veranstaltungsbeginn. Die Anzahl der beschäftigten Frauen in der IT steigt langsam aber stetig, was sich auch im Interesse der jungen Girls‘ Day Teilnehmerinnen wiederspiegelt. So kam die zwölfjährige Viktoria Zhogin sogar aus Hameln nach Lemgo, nachdem sie im Internet vom krz erfahren hatte.

„Wir wollen den Mädchen aber nicht nur Vorträge halten, sondern Ihnen vor allem die praktischen Seiten der IT-Arbeit vor Augen führen, deshalb nehmen wir seit über fünfzehn Jahren am Girls‘ Day teil und passen unser Programm regelmäßig an“, erklärte Ausbildungsleiter Jens Wenderoth. Den ersten Praxisteil der Veranstaltung leitete der zertifizierte Roberta-Teacher Hans-Peter Holzhausen, indem er den Schülerinnen dabei half den kleinen LEGO-Mindstorm-Roboter „Roberta“ zusammen zu bauen. Anschließend erhielten die Mädchen Laptops, um den Roboter so zu programmieren, dass er etwa eine bestimmte Strecke zurücklegte, ein Quadrat fuhr und sogar rückwärts einparkte.

Dabei gab es nicht nur eine korrekte Lösung. Während die meisten Teilnehmerinnen „Roberta“ etwa die gewünschte Strecke zurücklegen ließen, indem sie den Radumfang berechneten, erhöhte Lenja Koods von der Karla-Raveh Gesamtschule einfach die Geschwindigkeit, um die Ziellinie zu erreichen.

Nach einer mittäglichen Stärkung übernahmen die Programmierer Jonas Linde, Jonas Hammerschmidt und Cedric Straubhaar das Programm und gaben den Schülerinnen einen Überblick über das Thema Softwareentwicklung. Dafür stellten Sie nicht nur Ihren Arbeitsalltag vor, sondern erklärten die Softwareentwicklung als logisches Problemlösungsverfahren. Abschließend konnten die Schülerinnen sich am Computer an einem digitalen Labyrinthrätsel versuchen, um ihr logisches Verständnis zu prüfen und das Programmieren zu üben, indem sie mit vorgegebenen Bausteinen den korrekten Weg aus dem Labyrinth heraus einprogrammierten.

Beim abschließenden Feedback waren nicht nur die Teilnehmerinnen, sondern auch Jens Wenderoth mit der Veranstaltung zufrieden, der betonte: „Die Informationstechnik wird zu einem immer größeren Teil des Alltags und das Interesse an Ausbildungen und Berufen in diesem Bereich steigt. Trotzdem ist es wichtig jungen Menschen ein genaues Bild davon zu zeigen, was sie erwartet. Schließlich programmiert niemand am Smartphone oder Tablet, von daher sollten zukünftige Bewerber:innen schon einmal mit einem Laptop und einer Tastatur gearbeitet haben und Aktionen wie der Girls‘ Day bieten eine gute Gelegenheit dafür.“

Erfolgreicher Abschluss: Die Teilnehmerinnen des Girls‘ Day 2022 gingen nicht nur mit einer Teilnahmebestätigung, sondern auch mit viel neuem Wissen.