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06.03.2023

Basisschulung für Behörden und Dienstleister

Zertifizierte FIM Informationsmanager:innen im krz

Um das große Themenressort „Föderales Informationsmanagement“ (FIM) besser durchdringen zu können und in der Praxis die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) voranzutreiben, haben vier Mitarbeiter:innen des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) im Dezember 2022 das dazugehörige Basisseminar absolviert. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff „FIM“ überhaupt?

„Das Föderale Informationsmanagement (FIM) dient dazu, leicht verständliche Bürgerinformationen, einheitliche Datenstrukturen für Formulare und standardisierte Prozessvorgaben für den Verwaltungsvollzug bereitzustellen. Ziel ist es, den Übersetzungs- und Implementierungsaufwand rechtlicher Vorgaben zu senken.“ (Quelle: BMI)

Im Rahmen des zweitägigen digitalen Weiterbildungskurses wurde den Teilnehmer:innen aus dem Bereich Digitalisierung und Innovation –Organisator Jan-Hendrik Reese, Irina Fuchs, Matthias Kröff und Eduard Ens – umfangreiches Grundlagenwissen zum Einstieg in die Thematik durch einen erfahrenen Dozenten vermittelt. Ein zentraler Faktor des Seminars war dabei der Theorie-Praxis-Transfer, nach dessen erfolgreichem Abschluss die zertifizierten FIM-Informationsmanager in der Lage sind, in Digitalisierungsprojekten und bei der Modellierung von FIM-Informationen im Organisationsalltag zu unterstützen.

Das Basisseminar umfasste einen Mix aus theoretischen und praktischen Teilen: Zur Umsetzung des erworbenen Theoriewissens wurde mit der Anmeldung eines Hundes ein reales Praxisbeispiel aus der öffentlichen Verwaltung in Kleingruppen gelöst. Die Aufgabenstellung umfasste dabei die eingehende Prüfung der entsprechenden Rechtsgrundlage, die Ermittlung relevanter Datenfelder, Erstellung eines Leistungsprozesses sowie die finale Entwicklung eines Mockups. Abschließend stellte jede Kleingruppe den eigenen Lösungsansatz in einer kurzweiligen Präsentation vor.

„Die FIM Basisschulung war für mich persönlich ein wertvoller Einblick in die redaktionelle Arbeit mit FIM-Bausteinen. Nun ist mir auch viel klarer, was das FIM für die Umsetzung des OZG bedeutet. Die Lösung eines realen Anwendungsfalles war für mich definitiv das Highlight, so konnten die erlernten Inhalte direkt angewendet werden“, so Teilnehmerin Irina Fuchs aus dem Fachteam Digitalisierungsberatung und -projekte. Der krz-Projektleiter für die Umsetzung des OZG Jan-Hendrik Reese ergänzt: „Im Rahmen des OZG ist eine größtmögliche Standardisierung erforderlich, damit entwickelte Lösungen auch nachnutzbar und skalierbar sind. Die FIM-Methodik zielt unter anderem auf Stammprozesse ab und unterstützt dabei die Standardisierung.“

Das FIM-Basisseminar wird auf der Basis des Schulungskonzeptes der FITKO umgesetzt. Zudem ist es im Nachgang möglich, sich zum/zur FIM-Methodenexperten/FIM-Methodenexpertin weiterzubilden. Weitere Informationen zum Schulungsformat finden Sie hier.